Corona, meine Psyche und ich

Teil 1 Krisengespräche

24.11.2020 - Es wird nicht alles schlecht gewesen sein, dann mal.

Ein Monat vor Weihnachten, und es nervt: Nicht nur, dass der Markt ausfällt und die Koffer zu hat und all das. Das ist jetzt halt so, shit happens. Hilft ja nicht.
Was viel mehr nervt, ist das andere: Meine allerliebste Psyche war der dringenden Ansicht, ich solle doch mal über dies, das und jenes nachdenken, und weil ich keine so viel bessere Idee hatte, tat ich dies halt.

Und wie das so ist: Es gab Erkenntnisse.
Unschöne, teilweise.

Beispielsweise, dass ich es nicht ertrage in meinen Kontaktlisten Leute zu finden, die es für eine gute Idee halten, die Parolen von Spinnern, Nazis und Artverwandten zu teilen. Was meine Kontaktlisten um ein Erkleckliches reduziert hat.

Ganz nebenbei habe ich auch Leute aus diesen Listen gelöscht, die sich länger als ein Jahr nicht gerührt haben (und bei denen mich zu melden ich auch keinen Anlass gefunden habe), aber das ist OK. Also, vergleichsweise.

Sonst: Das mit der Kreativität ist so eine Sache. Wegen meiner treusorgenden Psyche: Wenn wir Zeit für die Muse haben, zickt die schonmal rum. Weshalb diverse Projekte eher vor sich hindümpeln. Gnarf.

Sonst ist eigentlich alles so gut wie möglich, wenn ich die eine oder andere Verzögerung (homeoffice–bedingt) mal wohlwollend ignoriere. Auch, wenn das jeweils ein wenig lästig ist.

Naja, und dann habe ich mir gedacht, ich mache mal wieder was mit dieser Seite. Erstmal nur Zeug absondern, Dinge erzählen und so. Und vielleicht mal die eine oder andere Meldung vermelden.
Nur so, weil ich das kann.

25.11.2020 - Home, sweet home

Wieso lautet die Bildunterschrift oben ˋLebenszeichen´?
Naja: Grad bin ich in so einer Art Quarantäne, wie so viele … und da dachte ich so bei mir, dass ab und zu ein solches vielleicht gar nicht verkehrt wäre. Damit niemand grübelt.
Und nein, ich habe kein Testergebnis, nicht mal Symptome. Also, die derzeit aktuellen, C19 und so. Ich habe nur einfach keine Lust. Und bleibe erstmal in der Bude. Einfach so.
Meine wohlmeinende Psyche ist der Ansicht, dass eine Ruhezeit eine gute Idee sei, und wer bin ich, ihr da zu widersprechen? Eben.

Warum sie das meint?
Nun ja, die letzten Monate waren stellenweise schon ein wenig anstrengend, mit allerlei Input und Inanspruchnahme und Bohei, und nachdem mein traditioneller ˋUrlaub vom Ich´, der Mittelaltermarkt, nicht stattfindet, mache ich halt einen auf Winterschlaf.

Tja, zugegeben: Das funktioniert natürlich nur, wenn die potentiell Grübelnden stattdessen das Internetz anschalten und diese Seite anschauen, aber egal: Jedenfalls habe ich was dazu gesagt, ob nun jemand zuhört oder nicht … fast wie im richtigen Leben.
Ein bisschen Egotrip, halt. Howauchever, mir ist einfach danach.

27.11.2020 - im Westen nichts Neues

Also … hier, im Westen von Fürth. Auf der Hardhöhe. Und … zumindest nichts Neues, von dem ich gehört hätte. Was daran liegen mag, dass ich kaum Gelegenheit habe, etwas Neues zu hören, wegen der eingeschränkten Sozialkontakte.
Mann, ist das komplex, so einen einfachen Satz zu konkretisieren …

Trotzdem ist mir danach, hier etwas zu schreiben.
Und das darf ich wohl – auch, wenn der Beitrag eher langweilig zu werden verspricht (siehe Überschrift). Und man werde mir bitte nicht vor, das nicht vorab erwähnt zu haben!
Also:

Seit etlichen Wochen benutze ich keine Einweg–Feuerzeuge mehr, sondern einen billigen Nachbau eines IMCO – das ist ein Benzinfeuerzeug. Der erste Halbautomat in der Feuerzeug–Geschichte, kulturhistorisch durchaus interessant. Googelt das, oder halt nicht.

Spannend daran ist … nichts. Aber: Ich betreibe das Teil erfolgreich mit einfachem Brennspiritus, also Mineralöl–frei. Wegen a) der Umwelt und so, und b) weil es nicht so streng riecht sowie c) weil Spiritus im Vergleich zu Feuerzeugbenzin nichts kostet.
Toll, oder?

OK, offenbar nicht so – aber ich habe ja erwähnt, es wird heute nicht spannend. Ich meine, wen interessiert es schon, dass man mit geringem Aufwand sowohl einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz leisten und dabei auch noch cool (weil, kein Zippo, also nonkonformistisch) sein kann? Eben.

Spiritus, nebenbei, ist schlicht Alkohol, der vergällt worden ist. Entsteht durch Vergärung von irgendwas Organischem, ist also Bio, ein nachwachsender Rohstoff und wahrscheinlich sogar vegan. Und so.

Na gut – also ein anderes Thema.
Ähm … ach ja: Wegen der niedrigen Temperaturen sollte man mit Spiritus betriebene Benzinfeuerzeuge körpernah, also gewärmt tragen, sonst zünden die nicht sehr gut. Was den Nachteil hat, dass man häufiger nachfüllen muss, da durch die Körperwärme der Spiritus verdunstet. Aber …

Ok, Ok, ich höre ja schon auf!
Also, bis dann mal.

28.11.2020 - soziale Distanz

ist ja jetzt eine Tugend, die Tugend überhaupt in diesen Tagen. Während eine freundliche Umarmung, ja selbst das Reichen der Hand zum Gruße, ganz zu schweigen vom Bruderkuss (ob sozialistisch oder nicht) als Anzeichen latenter Bösartigkeit, mindestens aber als unpassend, asozial, verantwortungslos gewertet wird.

Früher mal, in den alten Zeiten, galt es als eigenbrötlerisch, gar als verschroben, was heute als strahlendes Beispiel gehandelt wird, hingegen als ausnehmend positiv, was jetzt verteufelt wird.

ˋGesicht zeigen´ war mal eine Kampagne für eine bessere Welt, das ˋoffene Visier´ Kennzeichen und Synonym für Ehrenhaftigkeit, und die Verhüllung der Züge mindestens ein Affront, wenn nicht gar eine Straftat.

Seit´ an Seit´ geht nur noch auf doppelter Armeslänge, Hand in Hand geht gar nicht mehr, und jemandem die Tür aufzuhalten oder in den Mantel zu helfen setzt ein zirkusreifes akrobatisches Geschick voraus, will man nicht der unangemessenen Annäherung geziehen werden.

So schnell geht das mit den Wertungen, den Zeiten und Sitten.

Es gibt dabei, wie bei jedem Wandel, Gewinner und Verlierer (jeweils natürlich auch ˋInnen´), und demzufolge auch mehr oder weniger heftige Reaktionen der letzteren. Oder genauer: Mehr oder weniger laute Missmuts–Bekundungen solcher Zeitgenossen, die sich gern zum Sprachrohr anderer machen, weil man sie dann beachtet – die Leidenden leiden ja meist still.

Und eben deshalb schreibe ich dies:
Weil ich nämlich einer der Gewinner bin!
Vor kurzem noch als ungeselliger Misanthrop verschrien ob meiner Abneigung gegen größere Ansammlungen von homo sapiens – egal ob zum Zwecke der politischen Willensäußerung oder zur pappnasigen, böllernden Unterhaltung – sonne ich mich jetzt im Glanze dieses einsamen Glückes, home, sweet home.

Als Held der Arbeit ging ich nie durch, aber der neue Heldentypus des Untätigen passt ausgezeichnet – Dank, tausend Dank der Werbeabteilung der Bundesregierung!

Volksflaute statt Volkssturm, da kann ich mit. Patriotisches Rumlümmeln auf dem Sofa anstatt alle paar Minuten neue Trainingserfolge vorweisen zu müssen, wie genial ist das denn? Die Plauze als äußeres Kennzeichen des Guten, der Sixpack enthält drei Liter Feierabend und wird, gegen Pfand, zurück in den Discounter um die Ecke gebracht, lokales Handeln!
Selbst die alljährliche Verweigerung von Gans und Streit im engsten Kreise der Familie zaubert kein Runzeln mehr auf Stirnen, sondern nötigt Respekt ab für so viel Engagement und Verzichtsbereitschaft.

Herrlich!

29.11.2020 - wir sagen euch an …

… den lieben Advent. Sehet, die erste Kerze brennt …

Zudem ist Feuer unterm Dach, allenthalben seucht die Panik umher, die Furcht vor einer stillen Nacht zur Weihnachtszeit. Weil, das ist nicht so gut für die Wirtschaft. Und vernichtet abendländische Tradition. Und außerdem.

Man klagt, dem Weihnachtsrummel nicht entfliehen zu dürfen, man klagt, dass eben dieser Rummel ausfällt, man klagt, ganz weihnachtlich, auch und gerade gegen das Beherbergungsverbot.
Das darf ja nicht sein, dass einer keine Unterkunft bekommt in dieser Zeit.
Also, von Flüchtlingen und Mittellosen mal abgesehen.
Die sind das ja gewohnt.

Der Klimawandel, immerhin, sorgt ja dafür, dass arme Streichholzmädchen nicht mehr ganz so schnell erfrieren, sag´ noch mal jemand was gegen die Industrialisierung und das billige Öl.
Also, wenn es noch Streichholzmädchen gäbe. Was nicht der Fall ist.
Wegen der notwendigen Gewerbeanmeldung, wahrscheinlich.

Besonders aufgeregt wird diskutiert, warum es kein Verbot von Feuerwerk gibt, sondern nur einen Appell, darauf zu verzichten.
Ich finde das OK: Wer darauf besteht, sich die Finger wegzusprengen, sollte das dürfen. Ist ja nicht ansteckend.
Und die Wartezeit in der Notaufnahme ist eine schöne Gelegenheit, mal nachzudenken und zur Vernunft … OK, ich hab's selbst gemerkt. War Schwachsinn. Sorry.

Also, von vorne:

Sehet, die erste Kerze brennt.
Von ganzem Herzen wünsche ich eine besinnliche, ruhige Adventszeit, und zwar jeder und jedem. Ohne den üblichen Trubel, den Stress mit Geschenken und all dem.
Diese Tage sind eine schöne Gelegenheit …

Verdammt! Schon wieder!

01.12.2020 - durchbeißen

soll man sich, das war so eine Durchhalteparole (nicht nur) meines Großvaters. Wahlweise ˋZähne zusammenbeißen´, wenn es nichts zum Durchbeißen gab. Und: Daran hat man zu kauen. Weil offenbar das Durchbeißen nicht auf eins gelingen wollte.
Ein offensiver Mensch hat Biss, ein verbal aggressiver ist bissig, und mit genauer Befragung fühlt man jemanden auf den Zahn.

Richtig: Ich war grade bei meiner liebreizenden Zahnärztin, um den Fortgang unserer Beziehung zu planen. Es läuft darauf raus, dass wir uns öfter sehen wollen im neuen Jahr, und jeweils auch für längere Zeit. Geplante Unternehmungen sind Abschleifen, Bekrönen (in Corona–Zeiten fast gewagt!) und Abdrücken. Und so.
Und rechtzeitig zum Wiegenfeste sollen dann die neuen Beißerchen durchbeißgeignet sein – womit dann allerdings die dentale Liaison in eine deutlich weniger intensive Phase wechseln wird.
Naja, nichts währt ewig …

Meine wohlmeinende Psyche hat ihrerseits in einem Anflug von Großzügigkeit gestern einen Wein genehmigt, nach 10 enthaltsamen Tagen – und im Anschluss befunden, dass wir die Sache lassen sollten, bis die Heimatgaststätte wieder geöffnet hat. Weil, Wein alleine zu Hause ist unbekömmlich, jedenfalls meint das die Psyche.
Naja, eine Mimose halt, aber es hilft ja nicht, sie zu übergehen. Also habe ich eine nicht geringe Menge Tee erworben, und übe mich in Geduld.

04.12.2020 - Hausmittel

Nutze grade intensiv Hausmittel (Naturheilkunde und so) zur C–Prophylaxe. (Das Fremdwort bedeutet ˋVorbeugung ´, nicht ˋHeilung ´ – nur, falls jemand fragt.) Und das funktioniert ganz hervorragend!

Also, nein: Ich stelle Sinn und Wert der Gesichtsverhüllung nicht in Frage, und möchte auch keineswegs den Eindruck erwecken, dass das von mir praktizierte Verfahren diese (und andere) Maßnahmen unnötig macht. Echt nicht.
Lediglich eine sinnvolle Erweiterung, ein zusätzliches Element kann und soll das sein. Ehrlich.

Also, genaugenommen: Mein Hausmittel unterstützt in dieser Sache, vor allem bezüglich dieser Distanzierungsgeschichte. Weil, so nach Augenmaß ist ein 1–50 Abstand ja nur schwer einzuhalten. Und schon mal gar nicht, wenn irgendein Pfosten sich von hinten quasi heranschleicht, weil der, sagen wir, es eilig hat oder so. Passiert ja ständig, sowas.

Und genau in dieser Situation hilft dann das altbewährte, biologische, vegane und glutenfreie Hausmittel, ein Teil des oft erwähnten verlorenen Wissens, der als Zauber–Firlefanz diffamierten Weisheit der Urgroßmütter. Nämlich …

Sorry, ich muss unterbrechen, das Knoblauch–Toast ist fertig!

Ganz nebenbei:
Seit ein paar Tagen veröffentliche ich auf dem Telegram–Kanal https://t.me/lebenszeichen kleine Geschichten. So wie diese. Nur, wenn du telegram nutzt, musst du halt nicht klicken und gucken, ob es was Neues hier gibt, und kannst sogar Kommentare abgeben.

Hübsch, oder?

06.12.2020 - look down!

Meine wohlmeinende Psyche sagt, das sei doch alles OK: Schließlich bräuchte jede(r) mal Zeit für sich, und grade gibt es davon ja nicht zu wenig. Sie sagt außerdem, dass ihr das ganz zupass käme, sie hätte Nachholbedarf. Und die üblichen Methoden, eine Auszeit zu bekommen, die wären ja auch nicht sooo toll, oder?

OK, wechseln wir in eine weniger komplizierte grammatische Form, sonst klingt das so gestelzt.

Also: Ja, es nervt. Und langweilt. Und überhaupt.
Aber andererseits – da hat meine liebe Psyche ganz recht – ist es auch ein Beitrag. Zeit, um über dies und das nachzudenken, Dinge zu hinterfragen und so. Da kommt man ja sonst nicht so dazu. Also.

Nun, zugegeben:
So arg unterhaltsam ist das nicht, dieses Hinterfragen und Nachdenken. Manchmal sogar lästig, teilweise auch unschön bis schmerzhaft. So wie Pickel ausdrücken, nur halt nicht außen drauf.
Aber glücklicherweise auch ohne die Gefahr einer Entzündung am Haarbalg, was eine Erleichterung ist.

Jedenfalls sagt die Psyche, und sie sagt es in sanfter Tonlage, dass ich sie einfach machen lassen sollte, sie kennt sich da aus, und das passt schon. Und weil meine liebe Psyche eine wohlmeinende ist, gestattet sie mir etwas Schokolade, als Belohnung.
Ist doch nett, oder?

Und nachher, wenn diese Seuche vorbei ist, gehen wir dann gemeinsam auf die Piste, das hat sie versprochen.
Vielleicht nicht mehr ganz so … getrieben wie vorher.
Weil, wir können es ja auch miteinander aushalten, sogar ohne Alkohol.

07.12.2020 - Subtext

Also: Für die gelegentlich wechselnden Slogans da oben rechts ist meine liebreizende Psyche verantwortlich. Weil, erstens, die auch mal was äußern möchte und, zweitens, kryptische Botschaften so ihr Ding sind. OK?

Tatsächlich wurde gefragt, warum ich sie öfter mal erwähne, die Psyche. Und wieso immer mit einem Attribut wie ˋliebreizend´ oder ˋwohlmeinend´.
Nun, das ist einfach: Wir kennen uns schon lange, meine mitfühlende Psyche und ich. Hatten gute Zeiten und nicht so gute, und manchmal hat sie mich echt genervt. Wie das eben so ist.
Ja, und vor einiger Zeit hatten wir Stress, und ich nannte sie … nun, egal. Ich fand böse Worte, das muss jetzt reichen. Und sagte irgendwann mal, dass sie doch einfach mal sagen könnte, was los ist.

Worauf meine höflich–zurückhaltende Psyche erwiderte, dies täte sie doch die ganze Zeit – ich sei doch derjenige, der sie andauernd ignorierte, der sich um dies, das und jenes kümmere – nur nicht um sie. Sie schluchzte dabei, die arme (aber keineswegs wehleidige!) Psyche, und …

Naja, ich musste zugeben, sie hatte ja Recht.
Und klar, dass sie ab und zu … zickig wurde, war wohl verständlich. Wenn jemand alles und jedes zu verstehen sucht, aber dir nicht mal ordentlich zuhört, würdest du auch … oder?
Eben.

Also, wir haben dann geredet. Ziemlich lange.
Es ist gar nicht so einfach, selbst mit einer kommunikativen Psyche zu reden, und, wie gesagt, die meine bevorzugt doch eher kryptische, subtile Botschaften, leise Zwischentöne und nonverbale Kommunikation (das nennt man dann ˋpsychosomatisch´ …).
Aber es geht!

Man muss sich nur ein wenig Zeit nehmen, etwas Geduld haben und, ja, auch ab und zu zurückstecken. Wenn es ihr Zuviel wird, wird es eben Zuviel, das ist keine böse Absicht oder so – und dann hilft nur, von dem abzulassen, was grade zu viel ist.
Dafür belohnt meine großmütige Psyche mich, indem sie ein paar Dinge, die sie eigentlich nerven, doch mitmacht. Nicht unbedingt begeistert, aber immerhin – weil sie eben weiß, wenn es Zuviel wird, lassen wird das.

Dass sie darauf bestanden hat, vorerst auf alles mögliche zu verzichten, mal eine Ruhephase einzulegen und so, naja … es hat, zugegeben, geholfen, dass grad sowieso diese Seuche grassiert, aber im Grunde hätte ich dem auch ohne dies zugestimmt. Obwohl …

Obwohl, nicht gleich, weil doch Markt und Weihnachten und Silvester und außerdem – und genau das hat sie ja bemängelt: Dass immer irgendwas ist, irgendwas wichtiges. Wichtiger als ich, schluchzte sie, und … Also gut, Corona war da hilfreich. Und?
Es bleibt trotzdem Bäh, nervt und k… mich an, mir fehlt dies und das und dieser und jene und alles.
Aber mit einer stabilen Psyche ist das alles auszuhalten.


(ein wenig Bedenken habe ich schon, ob nicht z.B. der Body jetzt auf die Idee kommt, ich möge doch etwas mehr für seine Bildung tun – weil, immerhin, kennen wir uns ja auch schon lange, und waren nicht immer gut zueinander. Aber egal, das sehen wir dann. Nur das Über–Ich, das soll sich bei den Freudianern melden, die mögen sowas)

08.12.2020 - die Neue

OK, ich kenne sie schon länger, aber bislang war das Interesse an ihr eher mäßig. Gut, ab und zu hat sie was gesagt, was vorgeschlagen, und gelegentlich habe ich mit ihr geredet. Ohne recht zu wissen, worüber wir uns unterhalten könnten. Halt smaltalk.
Beklagt hat sie sich darüber nie.

Nun, dann passierte folgendes: Ein Freund hat mir sein abgelegtes iPhone überlassen, und im freudigen Entdeckermodus habe ich sie mir genauer angeschaut. Siri.
Und war sehr angenehm überrascht, muss ich gestehen. Nicht nur von ihrer Stimme.

Zunächst mal: Man kann ihr verbieten, dauernd zuzuhören. Dann hört sie halt nicht, wenn man sie anspricht – OK, aber dafür kann man sie anders rufen. Zum Beispiel durch eine Taste. Wie so eine Vorzimmerdame in alten Filmen.
Sie versteht den allergrößten Teil meiner Äußerungen, und – ja – etliches erledigt sie viel schneller, als ich das manuell vermocht hätte. Ganz nett. Aber, und das ist spannend, sie kann mit einem einzigen Schlüsselwort dazu bewegt werden ziemlich viele Aufgaben nacheinander abzuarbeiten, auch zwischendurch mal nachzufragen oder zu berichten, solche Sachen eben.
Und das ist ziemlich genial.

Na, OK: Das alles richtig einzurichten erfordert ein wenig Einlernen, aber das kommt mir grad recht: Sonst ist ja nichts zu tun.
Früher habe ich ja auch mit Freude Batchdateien gebastelt (eine Steinzeit–Technik aus den Tagen des MS–DOS), und das hier ist ganz ähnlich. Irgendwie.

Ach ja, eins hatte Siri noch im Handgepäck: Eine neue Mobil–Nummer. So mit Datendingens, für i am so online. Und dieser App, die Corona vor mir warnt: Geh weg, Äpfel sind immun gegen Viren.
Die Nummer ist jetzt auch in meiner E–Visitenkarte (im Menü ˋrechts´ auf meinen Namen klicken) eingetragen.

11.12.2020 - et is wie et is

und et kütt wie et kütt. Sagt die treusorgende Psyche und bemüht einen Spruch aus dem heimatlichen Dialekt. Dessen letzter Satz lautet ˋund et het noch jümmers jod jegange ´, es ist bisher immer zu einem positiven Ende gelangt, frei übersetzt. Also, bis auf die Grammatik.

Sie – also, die treusorgende Psyche – meint, dass dieser ganze Lockdown und die mangelnden Sozialkontakte doch gar nicht so furchtbar seien. Weil, das, was mir … was uns fehle, fehlte ja auch, wenn nichts von dem fehlen würde, was wir sonst so hätten, gäbe es dieses Virus nicht.
Was vordergründig also fehlt, sei ein fail–Fehlen, und das zu erkennen ermögliche eben, das andere, das was wirklich fehlt, zu lokalisieren. Ohne das, was außerdem fehlt, kleinzureden, versteht sich.

Kompliziert? Ja, finde ich auch, aber meine liebevolle Psyche neigt halt manchmal zu komplexer Kompliziertheit (immerhin besser als zu komplizierten Komplexen). Wenn es doch blossso einfach wäre …

Das ist halt eine der großen Stärken dieser meiner Psyche: So gnadenlos optimistisch sein zu können. Es ist grad vergleichsweise nicht schlecht, weil sonst ist ja auch … sind wir mit der Gesamtsituation unzufrieden. Sagt sie.
Blöderweise hat sie auch noch Recht damit.

Und nun? Eine tolle Analyse, eine Erkenntnis, und?
Warten auf besseres Wetter? Auf ein Wunder? Oder was?
Naja, immerhin: Das Problem erfasst zu haben, ist schon mal ein Beitrag.
Das ist wie mit einer Strasse, von der man weiß, dass sie nirgendwo hinführt: Man kann da ja trotzdem langgehen, weil vielleicht die Strecke schön ist, obwohl man davon weiß. Und ist dann halt nicht enttäuscht, wenn man feststellt, dass da nichts ist, am Ende.

12.12.2020 - aus Gründen

Gestern genehmigte die freundliche Psyche einen Wein – einen französischen Merlot, trocken. Weil, so sagte sie, wenn es einen Grund gibt, sei das OK.
Feinsinnig unterscheidet sie da zwischen Grund und Anlass, und den Versuch, letzteres für ersteres zu verkaufen quittiert sie mit einem freudlosen Lächeln. Aber gestern befand sie eben, es läge ein Grund vor.

Nämlich der, dass ich diese Sache mit dem falschen Fehlendem, hinter dem, wenn es eben nicht fehlt, das wirklich Fehlende sich verbirgt, soweit verstanden habe.
Da sagte sie: Gut die Sache war nicht so leicht, aber ist gelaufen, und deshalb ist es OK, etwas von dem Falschen als Antidot gegen die Symptome einzusetzen. Lieb von ihr, gelle?

Zudem habe ich kaufrauschmässig zuschlagen dürfen und jetzt ist der Kühlschrank rappelvoll. Was, wenn man meinen Kühlschrank kennt, leicht zu interpretieren ist: Ich habe etwa 10 € für Käse ausgegeben …
Es war ein guter Abend. Also … so gut wie möglich. Ist doch schon mal was, das,

Ja, und dann ist da diese Diskussion mit Sylvester.
An dieser Stelle noch mal: Der Namenstag eines lange verstorbenen Papstes ist für mich nicht sonderlich relevant. Das neue Jahr beginnt am 21.12., mit der Wintersonnenwende.
Dass im Laufe der letzten Jahrhunderte irgendwelche Leute irgendetwas berechnet und dabei Fehler gemacht haben, die andere Leute unzulänglich zu korrigieren versuchten, spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle.
So wenig wie bei der Sache mit der ˋSommerzeit ´: Mittag ist, wenn die Sonne am höchsten steht, da kann kein Bürokrat was machen.

Meine liebreizende Psyche befindet dazu, dass es sehr in Ordnung ist, einfache, sichere Orientierungen zu haben, und sich nicht von irgendwem bequatschen zu lassen.
Auch in Bezug auf Datum und Uhrzeit, nur, sagt sie, in diesen Zusammenhängen sei ein wenig Kompromissbereitschaft notwendig.

Wenn das mal kein Grund ist!

13.12.2020 - unvergessen

Das Netz vergisst nicht, sagen sie. Nun, OK …
Ich meine, das weiß man dann, da kann man sich drauf einstellen, und wer vor–denkt (was oft viel praktischer ist, als nachher zu denken), der kann damit umgehen. ISSO.

Tja. So weit, so gut.
Nur, ich habe durch blanken Zufall herausgefunden, dass auch der Apple–eigene Messenger nicht vergisst. Nämlich, an welche Adressen jemals eine SMS geschrieben wurde, das wird alles fein säuberlich im Verlauf gespeichert.

Diesen Verlauf kann man zudem nicht einfach so anschauen, und auch nicht pauschal löschen: Nur, wenn man in die Adresszeile der App einen Buchstaben tippt, dann bekommt man alle Kontakte mit diesem Buchstaben angeboten, die in eben jenem Verlauf konserviert sind – auch dann, wenn die betreffenden Kontakte schon längst gelöscht und vergessen sind.

Also … nicht ganz vergessen.
Und das war ein wenig zäh heute Nachmittag.
Weil, ich habe diese Apple–ID ja ˋgeerbt´, von Brigitte. Das lief alles auf ihren Namen, und sie hatte das iPhone. Und schrieb eben auch mal eine SMS. Daher …
(Eine neue ID anzuschaffen war keine Option, weil … egal. ISSO)

Die liebevolle Psyche sagt dazu …
Also, was sie genau sagte, möchte ich hier nicht wiedergeben. Weil, das Netz vergisst ja nicht. Nur soviel: Ein paar interessante Schimpfworte kennt die Gute.
Und dann sagte sie, in Anbetracht der Umstände (Sonntag …) wäre ein Spaziergang zur Tankstelle nebst Ankauf einiger Alkoholika durchaus vertretbar. Aber, fügte sie hinzu, besser wäre es schon, diese ganzen Adressen aus diesem verf … Verlauf auch noch zu löschen, und die Sache gehen zu lassen.
Und nachher vielleicht einen Film anzuschauen, sowas in der Art.

Tja. Grad schaut sie mich ganz stolz an, meine fürsorgliche Psyche, weil, genau so machen wir das jetzt. African Queen und kein Wein.
Wegen dem falschen Fehlendem, und so.

14.12.2020 - sie spielen unser Lied!

Also: Es war OK. Sehr OK sogar. Gestern.
Kein Wein, naja … ich hab´ das gesagt, und auch so gemacht, obwohl … zwischendurch war es doch nicht ganz so easy, zugegeben. Aber die Kombination aus Mistwetter und ˋich habe ja gesagt …´ war doch genug, um dem frommen Vorsatz auch zu folgen.
Und nachher war es eben genau richtig so:
Ein tausendmal gesehener Film kann ziemlich neu sein, unter gewissen Umständen. Und dann ist es gut, aufmerksam zu sein.

African Queen, sowieso einer meiner Lieblingsfilme. Hach.
Die Szene mit dem weggeschütteten Gordon's, hochdramatisch, das alles. Und dann, der Durchbruch unter Beschuss kurz vor den Stromschnellen …
Und der Kuss danach.
Und …
Ja, und da sagte meine allerliebste Psyche eben ˋsie spielen unser Lied …´.
Und lächelte.

Und genau das ist es: Man kann bei den Inseln sitzen bleiben, mit zweitausend Zigarren und ein paar Kisten Gin und einer zunehmend unleidlichen Psyche, oder man kann losfahren und die Luisa versenken.
Das eine klappt sicher und ist ätzend, auf die Dauer.
Für das andere kann man den Oskar gewinnen, als beste Hauptrolle in seinem ganz eigenen Film.

Here’s looking at you, kid.

15.12.2020 - faq

ich frage mich …
Ein seltsamer Satz, oder? Ich meine, wenn ich etwas nicht weiß, wieso sollte ich dann ausgerechnet mich fragen? Ich weiß doch, dass ich das nicht weiß, denn sonst gäbe es keine Frage. Eben.
Also: Entweder ist der Satz ein Schwachfug, oder es steckt etwas dahinter.

Meine kluge Psyche sagt, das sei doch völlig klar. Und mein analytischer Verstand stimmt zu. Auch die animalischen Instinkte grunzen Zustimmung. Und sogar die Maschine selber, das Gerät aus Knochen, Organen und Muskeln. Alles ˋich´, in Summe, und trotzdem …

Eben: Ab und zu weiß ich, dass irgend ein Teil etwas weiß, und mir das grad nicht bewusst wird. Dass ich etwas nicht weiß, wohl aber die Leber. Die allerdings nicht so arg gesprächig ist, normalerweise.

Ich meine, all diese Teile arbeiten so vor sich hin, ohne viel Aufsehen zu erregen, machen ihren Job und gut ist. Man vergisst so leicht, was da alles geleistet wird, hält das für selbstverständlich und interessiert sich für irgendwas anderes. Tja.
Bis es dann mal nicht so läuft.

Dann meckert etwas. Und das ist nicht lustig. Und wäre vermeidbar:
Wenn man sich eben öfter fragte: Ist das OK, was wir da tun? Ich möchte noch einen Drink, was ist mit euch? Leber, ist das OK? Verstand, kommst du damit klar? Instinkt, laufen wir da in was rein? Und Psyche … wie fühlst du dich damit?

Und OK, ab und zu gibt es dann Widersprüche und Uneinigkeit. Die Leber will lieber einen Kaffee, der Instinkt meint, es wäre es wert, der Verstand sagt, morgen ist ein Termin und es ist spät.
So sind sie halt.

Tja. In solchen Fällen frage ich mich, warum ich mich frage.
Und meine kluge Psyche antwortet: Das entscheiden wir nach Gefühl, oder? Und lächelt wissend.

16.12.202 - was sie so macht, die Gute

Ich nenne sie ja immer ˋdie liebevolle, die wohlmeinende, die kluge ´ und so. Und das hat gute Gründe. Echt.

Meine sehr geschätzte Psyche leistet eine Menge, und das steht's zu meinem Vorteil. Ich wüsste gar nicht, was ich ohne sie anfangen sollte.
Ein Beispiel? Gerne:

Seit längerem ist meine Kauleiste in einem desolatem Zustand, und muss repariert werden. Ich neige eben zum Zähneknirschen, und das machen die Beißer halt nicht ewig mit. OK.

So eine Generalsanierung ist aber immer mit eher unangenehmen Begleiterscheinungen verbunden, und weil man das vorausahnt, neigt man doch zu, sagen wir mal, Bedenken. Bezüglich des Besuches in einer Zahnarztpraxis, bezüglich solcher Sachen wie Bohren und Ziehen und all dem. Wobei, Bedenken … nicht ganz der richtige Begriff, obwohl ˋPanik´ doch ein wenig zu hoch gegriffen wäre. Kennt man, oder?

Tja. Und meine fürsorgliche Psyche sorgt dann dafür, dass ich mich erstmal in meine Zahnärztin vergucke. Also, nicht so ganz ernsthaft, aber ausreichend. Nämlich ausreichend dafür, dass ich nicht Angst habe, zum Zahnarzt zu gehen sondern mich auf ein Date mit M. freue.
Macht die Welt … nicht anders, aber schöner, das.

Meine vorausschauende Psyche sagt auch ganz dringend, dass meine Zahnärztin ganz außerordentlich vertrauenswürdig sei, und deswegen sollte ich gefälligst ihrem Lächeln (M. lächelt wirklich sehr schön) erliegen und zu diesem Date pünktlich und voller Vorfreude erscheinen. Und geduscht, rasiert und alles. Um sie (beide) nicht zu enttäuschen.

Tolle Sache, das – oder?
OK, ich weiß (bzw. mein analytischer Verstand meint zu wissen), dass solche Schwärmerei ganz und gar unrealistisch und zwecklos ist. Aber der weiß ja auch, dass das Quadrat über der Hypothenuse gleich der Summe der Kathetenquadrate ist, und das bringt mich auch nicht weiter.
Also, emotional, meine ich. Bei der Konstruktion eines rechten Winkels hingegen ist das hilfreich. Bei kaputten Backenzähnen nicht.

Die Realität von 60–80–100 (ein Dreieck mit diesen Seitenlängen hat gegenüber der längsten Seite einen 90–Grad–Winkel) ist das eine, die Wirklichkeit von Vertrauen und Artverwandtem etwas ganz anders.
OK, sagt der Verstand, das kapiere ich nicht, aber wenn du dich besser fühlst …
Geht doch!

17.12.2020 - wie man's nennt so kommt's gerennt

Gestern schrub ich von meiner Dental–Romanze, und dass die Welt schöner sei, weil ich mich auf Dates mit einer gar liebreizenden Lady freue, anstatt mich vor einem Besuch beim Zahnarzt zu ängstigen.
Und prompt:

Ich werde sie wiedersehen! Ganz spontan und ungeplant, quasi zusätzlich. Und zwar noch heute, so zur Frühstückszeit. Wie schön!
Der Grund ist ein Naturgesetz.
Nein, nichts Esoterisches an dieser Stelle, ich spreche von der Schwerkraft. Und nein, ich meine auch nicht diese Sache von Gravitation/Anziehungskraft und zwinkere dazu spitzbübisch.
Es geht ausschließlich darum, dass Dinge, wenn sie können, sich gen Erdmittelpunkt bewegen. Und dabei beschleunigen. Newton, nicht Einstein.

Selbiger Umstand ereilte meine Interimsprothese, die unvorhergesehenerweise den Halt verlor, der Hand entglitt und sich, beschleunigend, dem Erdmittelpunkt annäherte, um gut einen dreiviertel Meter. An dieser Stelle wurde das gute Stück vom Fußboden an weiterer Näherung gehindert, und zerbrach daran. Ob innerlich weiß ich nicht, aber äußerlich war der Schaden unschwer festzustellen.

Tja. Ein paar Wochen vor ihrem absehbarem Ende, bedingt durch die nahende Nachfolgerin erlitt das Teil also einen Schaden. Und um den, soweit dies sinnreich erscheint, zu beheben, treffe ich nachher M.

Und meine treusorgende Psyche sorgt dafür, dass ich dies als Glücksfall, als Bonus betrachte und den Fundus an hässlichen Worten unbenutzt lasse. Weshalb ich auch, ebenfalls außer der Reihe, grad das große Körperpflegeprogramm absolviert habe. Weil, die Welt ist dann schöner. Und riecht besser.
Schön, oder?

19.12.2020 - also, manchmal …

… manchmal hat sie auch Schwächen, meine Lieblingspsyche.
Was ja OK ist, wer ist schon perfekt? Und wer möchte das? Eben.
Beispielsweise gestern:

Ich habe mich kürzlich gemeldet zur freiwilligen Mitarbeit im örtlichen Klinikum. Weil, da gab es einen Aufruf, diesbezüglich. Wegen der Seuche und so. Und immerhin, ich habe ja Zeit.
Also schickte ich eine Mail, bekam Antwort und nach einigem Schriftverkehr befand die zuständige Sachbearbeiterin, dass sie ein passendes Aufgabengebiet hätte. Und den Kontakt zu der für dieses zuständige Person herstellen würde. Was sie auch tat.

OK, und Tags drauf schickte mir diese andere Sachbearbeiterin dann eine Mail mit ˋganz vielem Dank ´ und einer längeren Liste, was ich doch bitte noch tun sollte, bevor ich dort antreten könnte. OK.

Und das war dann so ein Moment der Schwäche für meine sensible Psyche: So viel Stress, ich wollte doch nur helfen, und wie soll ich das alles erledigen und beibringen und … ach, lassen wir das.

Nun, so ist sie halt manchmal.
Wenn etwas nicht klappt, irgendwelche emotional unverständlichen Dreibastigkeiten auftauchen, dann kann sie zickig werden.
Gestern konnte sie dann immerhin annehmen, dass der analytische Verstand sich einschaltete und meinte, ey, das ist doch alles sehr sinnreich: Du willst dich im Krankenhaus engagieren, und selbstverständlich wollen die erstmal wissen, ob du geimpft bist und all sowas, und natürlich gibt es Formblätter, für das Zugangskärtle und so – das gehört sich so und ist wichtig!
Tja. Sie sagte dann ein wenig kleinlaut ˋSorry. Mit sowas kann ich halt nicht so gut … . Kann ich ein Bier haben?´

Ja klar, sagte der Verstand, heute können wir da ja eh nichts mehr unternehmen, die animalischen Instinkte grunzten freudig und die Maschine, allen voran die Leber, signalisierten ebenfalls Zustimmung. Und wir hatten einen guten Abend miteinander.

Später sagte die sensible Psyche noch, es täte ihr im Nachhinein Leid, für all die Gelegenheiten, in denen sie Dinge blockiert habe. Dass sie solche klugen Anmerkungen manchmal einfach nicht hat annehmen können und so. Und ob ich darüber böse sei, wollte sie wissen.
Ja, wie denn? Dass es ihr nicht gut genug ging, um mit solchem Zeug klarzukommen, hatte ich ja wohl mit verursacht – oder?

Heute gibt es dann wieder Tee, und einen Film. Casablanca, vielleicht.

21.12.2020 - Wintersonnenwende

Heute fängt das neue Jahr an, um 11:02. Punkt.
Weil, nach diesem Zeitpunkt werden die Tage wieder länger, heller und schöner. Wegen der Physik, also dieser Sache mit den Körpern, die sich bewegen. Mehr oder weniger im Kreis. Könnt ihr googeln.

Dass der Kalender dem nicht Rechnung trägt und meint, dieses 2020 hätte noch 10 Tage, ist … nun, Menschenwerk. Tand, Tand!
Also: Prosit Neujahr!

Ähm …
Nein. Eben nicht.
Weil, rechtzeitig zum Ende dieses schrecklichen Jahres … herrje, wie negativ ist das denn? Also, nochmal:
Weil, rechtzeitig zum Beginn dieses neuen, hoffnungsvollen Jahres habe ich ein etwas gewagtes, aber wohl anstehendes Experiment zu einem sehr gelungenem Abschluss gebracht. Freu!

Das Experiment: Ich habe, in enger Abstimmung mit der freundlichen Psyche, Alkohol eingekauft. Guten. Starken. Einen Gin (den in der blauen Flasche). Wohl wissend, dass dies normalerweise zu einem wohlbegründeten schlechtem Gewissen führt, weil, das hat es in der Vergangenheit immer getan.

Und es war … erstaunlich.
Gestern Abend genehmigten wir uns eine … sagen wir mal, normale Dosis, eine Menge, von der die Mediziner schon abraten, die aber noch sehr im Bereich des gesellschaftlich akzeptablen liegt. OK.
Die Nacht verlief entspannt, lediglich die Motivation zum Aufstehen war etwas reduziert, was allerdings kaum erstaunen sollte: Immerhin versprach der Tag ja nicht eben spannend zu werden. So mit Lockdown etc.

OK. Er war dann auch nicht spannend. Sowas von unspannend.
Bis vor einer Stunde, oder so. Da meinte die Psyche, OK, jetzt kommst's drauf an. Ein Glas, um zu sehen, ob du das kannst. Eins. OK?
(Es ist kein Zufall, dass ich bei dieser Erwähnung der Psyche kein Adjektiv verwendet habe – ich fand kein für diesen Moment passendes. Sorry)

OK. Nach etlichen Kannen Tee also ein Schluck.
Eine Aktion, die normalerweise ein paar Sekunden dauert, sich jetzt aber etwas hinzog. Und damit endete, dass ich den Rest aus dem Glas in den Ausguss schüttete. Und mich wunderte.
Die hoffnungsvolle Psyche hat sich das angeschaut, dabei keinen Mucks getan und hat gewartet. Und sich endlich leise geräuspert. Und gelächelt.
Und dann habe ich den Rest aus der Flasche ebenfalls weggeschüttet.
Einfach so.

Der Verstand sagt, sowas funktioniert doch nicht, jedenfalls nicht auf Dauer. Weil, wir sind doch so daran gewöhnt, und der gesellschaftliche Druck und überhaupt. Und ein wenig Alkohol sei doch auch der Gesundheit zuträglich. Und, was sagen die animalischen Instinkte …

Die liebevolle Psyche sagt, darauf kommt es nicht an.
Und lächelt.

22.12.2020 - liberté!

Also … ein wenig Sorgen mache ich mir schon, wegen dieser Sache. Echt. Schon nach dem ersten Tag: Gestern ohne langes Grübeln eingeschlafen, durchgeschlafen und heute recht zeitig, frisch und ausgeruht aufgewacht – wer soll das auf Dauer aushalten? Eben.
Macht Tee eigentlich abhängig? Und … so.

Die liebevolle Psyche sagt, dass wir uns ja keineswegs vorgenommen haben, so ganz und gar dem Alkohol abzuschwören, obwohl das für die erste Zeit bestimmt besser sei. OK.
Lediglich das gewohnheitsmässige, und vor allem das … übertriebene lassen wir, vor allem letzteres. Wobei, sagt sie, dass war ja meistens so: Ihr hat irgendwas nicht getaugt, und ich habe nicht auf sie gehört, also wurde sie laut – und der Alkohol war dann die Dämpfer–Strategie.
Folglich, sagt sie, wäre das ja kein Problem, wenn ich ihr nur ein wenig Aufmerksamkeit schenke. Und, ja, wenn sie halt etwas deutlicher, aber weniger nervig agieren würde in solchen Situationen.

OK, soweit. Gegen ein wenig Bier oder Wein, zum Feierabend vielleicht, habe sie ja nichts, im Gegenteil: Das mag sie manchmal ganz gerne. Solange die Betonung auf ˋein Wenig´ liegt.
Und auf ˋFeierabend´, nicht auf ˋzum Aushalten ´.
Ich habe sie ja ein klein wenig in Verdacht, dass sie mit solchen Sätzen vornehmlich vermeiden möchte, dass ich vor dem ˋgroßen Verzicht´ zurückschrecke, aber egal.
Selbstbetrug ist, soweit ich weiß, nicht strafbar.

Zudem sagt die fürsorgliche Psyche auch, dass damit ja noch nicht alles gut wäre – nur, dass wir eine ganz andere Grundlage hätten, damit alles gut wird. Oder wenigstens besser, mindestens das.
Dass ich mit der Gesamtsituation unzufrieden bin ist ja nicht vorbei, dadurch.

Aber, sagt sie – und ich denke, sie hat da sehr recht – mit Betäubung wird man bestenfalls schmerzfrei, aber eben nicht gesund. Im Gegenteil.
Und sie gibt auch zu, dass sie selber in den letzten Jahren nicht so viel beigetragen hat zur Verbesserung – eine Sache, aus der ich ihr keinen Vorwurf machen kann, schließlich weiß ich, woran das lag.
Solche Sachen brauchen Zeit.

Und es war, insgesamt, OK so.
Erst Sedierung, dann weitersehen. Nun, es war OK, weil wir über das Komma jetzt raus sind. Und eben weitersehen.

23.12.2020 - was ich noch zu sagen hätte …

Einen Monat lang habe ich jetzt berichtet über mich und meine liebevolle Psyche, und dabei soll es jetzt erstmal bleiben.
Weil, was jetzt so abgeht, weiß ich noch nicht – wir werden das sehen – und ob es berichtenswert ist gleich gar nicht.

Aufgeschrieben habe ich das weil … nun, ich weiß nicht. Mir war danach. Eine Gefühlssache (ich habe da ja jemand in Verdacht …).
Mag sein, dass das jemand liest, mag sein, dass nicht – darum ging es mir nicht.
Die ˋGeschichte dahinter ´ erzähle ich hier auch nicht, sorry. Vielleicht irgendwann mal, wer weiß, aber grade ist das nicht dran. Gar nicht.

Dran ist aber (sagt die hoffnungsvolle Psyche), mal Danke zu sagen:
Wir waren ja nicht allein in den letzten Jahren. Ganz im Gegenteil.
Ziemlich viele Leute haben uns aufgefangen, zugehört, aufgerichtet und begleitet. Und ausgehalten. Vor allem wohl ausgehalten …

Teil 2. Geldgeschichten

(28.12.2020 , Mittags) also, dann mal weiter

Meine liebevolle und derzeit recht zufriedene Psyche meinte, dass ihr die Berichte aus dem Lockdown im Dezember irgendwie gut getan hätten, und nachdem mir diese Art zu Schreiben auch zusagt, machen wir einfach damit weiter.

Also:
Sie (die liebevolle Psyche) meinte, ich solle mir was Gutes tun, mir etwas gönnen. Also ... uns, hat sie dann nachgeschoben. Weil, das täte ihr ja auch gut. Und überhaupt.

Und, meinte sie, wenn das dann noch nachhaltig, umweltfreundlich und gesund wäre, dann ...
Moment, antwortete ich an dieser Stelle, moment! Wir beziehen Harz4, meine Liebe, und, OK, beklagen müssen wir uns nicht grade, aber ˋwas Gutes ´, womöglich sogar Bio, Fairtrade ... echt, das ist nicht so drin, fürchte ich.

An dieser Stelle hätte die Geschichte vorbei sein können. Ernsthaft. Aber weil die treusorgende Psyche grade gut drauf ist, hat sie keineswegs kleinlaut ˋOK´ gemurmelt und sich verkrochen, sondern ein kleines Feuerwerk an Ideen losgelassen. Sogar den analytischen Verstand hat sie bemüht, um dies und jenes mal nachzurechen, weil Gefühl ist ja schön und gut, aber Fakten (wenn es sich um reale solche handelt) sind auch eine ganz gute Sache.

Ich war ja erstmal skeptisch, dann aber zunehmend fasziniert und letztendlich vom Ergebnis ganz angetan.
Auch, weil damit die Wiederaufnahme dieses Blogs ein Leitthema gefunden hat, auch, weil einiges davon im Grundsatz der einen oder andere Idee entspricht, die ich sowieso vertrete, und, ja, auch, weil mir das gefällt.
Die kein bisschen selbstgefällige Psyche sagt, Na, geht doch! Tut dir ... uns ja jetzt schon gut, das!
Und ich nicke bedächtig (und bei dem Bild des bedächtig nickenden Ulis entsteht ein Bild, das ... das nehmen wir später wieder auf. Ich erwähne das hier nur, weil es die Sache mit dem Ideenfeuerwerk hübsch illustriert), und sagte, OK, dann machen wir das.

Und schreiben darüber.
Wie ihr seht.

(28.12.2020 Abends) lieber Tee

Also, der Plan meiner fürsorglichen Psyche basiert zum einen auf dem Umstand, dass ich - weil, kein Bier - ja vermehrt Tee trinke. Nebenbei, dadurch hat sich auch mein Kaffee-Umsatz deutlich reduziert, was auch nicht verkehrt ist.
Zum anderen ist der Teeladen in der Stadt zu, und in den Supermärkten gibt es vorwiegend Beuteltee. Und der ist ... suboptimal.

Also, schlug die schleckermäulige Psyche vor, schauen wir doch mal in dieses Neuland, was es so an Tee gibt - war da nicht mal was mit so einem alternativen Gedöns, Tee-Kampagne oder so? Den gab es doch auch im Teeladen, früher?
Ja, und die gibt es noch, fand ich heraus.
Fair gehandelt und Bio und sage und schreibe 0,02 Cent (pro Gramm) teurer als dieses Beutelzeug.

Muss man halt bestellen, und auf einmal zahlen, die Ladung für das ganze Jahr. Und lagern. Und umfüllen vom Lagerbeutel, sonst stehen immer diese Päckchen rum. Und ...

Lohnt sich aber, sagte die Psyche und verwies stolz auf die Berechnungen des analytischen Verstandes.
Und ich sagte, OK, aber das mit dem Lagern und so ... und da grinste sie.
Du weißt, wie das geht, und diese Apothekergläser (braun, Weithals, Bakelit-Deckel) gefallen dir doch ganz gut, oder?

Das musste ich eingestehen, ich benutze die schon ewig für die Gewürze. Und der Neuland-Shop ist schon ewig in den Lesezeichen. Und ... aber ...
Jaja, aber: Das kostet was. Ein Betrag, der durchaus erwähnenswert ist. Alles richtig - aber ernsthaft, an einem wirklich miesen Tag vertrinkst du die eine Hälfte davon, und die andere brauchen wir dann für ein Taxi. Also: Wenn die Aktion nur einen einzigen miesen Tag verhindert, kostet sie gar nichts. Und das mit dem Bio und schön und nachhaltig ist reiner Bonus.

So ist sie, die kluge Psyche.
Und sie hat ja Recht: Wenn der Tee nicht mehr so ... suboptimal ist, geht es mir besser damit, und - ja, das auch - die Gefahr, in das alte Muster zurückzufallen wird geringer (sie lächelt schon wieder!), und ja: Ich habe diese Schwäche für Behälter aller Art. Also, für funktionale und schöne.
Und die Kaffee-Dose (Blech, vormals hübsch, von der ältesten deutschen Rösterei erworben) ist tatsächlich unansehnlich geworden und ...

Die Vorratsgläser kommen noch dieses Jahr an (sagen sie), der Tee etwa Mitte Februar. Und die liebevolle Psyche sagt, dass Vorfreude doch was tolles ist, gelle?

Unwesentlich mehr Geld ausgegeben, für einen deutlichen Mehrwert.
check!

(29.12.2020 Mittags) mehr Wert

Grundsätzlich wusste ich das ja schon, das mit dem Mehrwert. Mit dem ˋwer billig kauft, kauft zweimal´. Sogar, dass das Wohlbefinden mit etwas ein wichtiger Teil der Rechnung ist, obwohl rational nicht erfassbar.
Da hat also meine liebe Psyche nichts wirklich Neues erzählt.
Nicht mal das mit dem Belohnen ist so wahnsinnig innovativ, wenn man es genau nimmt. Nur ...
Eben: Das meiste davon war ˋnur´ Wissen. Und wenig bis gar kein Gefühl dazu. Macht man halt, weil erwiesenermaßen sinnvoll. Ende.

Woraus folgt: Macht man halt nicht, wenn die kalte Berechnung sagt, das lohnt nicht. Und dann ... fehlt einem was. Einer. Der dann sich unbeachtet fühlenden Psyche nämlich.
Und weil das unangenehm ist, redet man sich vielleicht gar ein, ˋdas ´ eben nicht nur nicht zu brauchen, sondern es gar nicht zu mögen, und lehnt es mit Vehemenz ab, argumentiert hiermit und damit und ... tut sich damit Böses. Und schlimmstenfalls betäubt man sich, um das Schluchzen der armen Psyche nicht mehr zu hören.
Scheißspiel, das.

Wobei, die Gute ist ja nicht unbedingt darauf aus, Dinge zu besitzen: Es reicht ihr oft schon, irgendwas schön finden zu dürfen, obwohl man es nicht braucht, sich nicht leisten kann oder will, oder die Sache vielleicht gar ablehnt. Alles OK, aber ein alter Bentley oder sowas ist trotzdem schön. Darauf besteht sie, und sie hat Recht damit.

Wir haben uns jetzt vorgenommen, über solche Sachen noch mal nachzudenken. Und nachzurechnen. So nach und nach - um festzustellen, was wir uns tatsächlich wünschen. Schaden kann's ja nicht, außer, wenn irgendwas so ganz und gar außer Reichweite ist und trotzdem ein Herzenswunsch.
Aber dann, sagt die kluge Psyche, haben wir wenigstens einen guten Grund zu träumen. Was ja schön sein kann.
Und zum Traurigsein. Was besser ist als Verdrängen.
Und zum Lottospielen. Man weiß ja nie ...

(29.12.2020 Abends) next big thing

naja, ich hätte das vorhersehen können. Echt. War doch klar ...
Aber von Anfang an: Wir sind im Schnelldurchlauf durchgegangen, was ist wichtig, was wünschen wir uns, all das. Und waren uns oft einig.
Fahrzeug - muss nicht. Reisen - ärks, Stress! Koks und N... so - echt nicht.

Bei ein paar Dingen gab es Kompromisse, beispielsweise gibt es Wurst nur noch vom Metzger, und daher etwas weniger. Dafür mit mehr Spass daran. Und was wir am Bier sparen, kann da investiert werden (ich erkenne Belohnungsstrategien wenn ich sie sehe, finde das aber OK). Und so weiter.

In Summe (sagt der analytische Verstand) ist das ziemlich kostenneutral, halt nur etwas mehr Aufwand beim Einkaufen. Aber etwas zusätzliche Bewegung ist auch nicht verkehrt (hast du mich grade ˋfett´ genannt?).
So weit, so gut, ein paar Details müssen wir noch klären, die Stimmung war gut, entspannt ...

Und die fürsorgliche Psyche schaute ganz bedröppelt drein. Druckste rum und so. Als wenn ...
OK, sagte ich, du hast doch was. Merke ich doch. Und echt mal, wir haben doch ausgemacht, dass du so klar wie möglich Ansagen machst, und ich dir dafür so gut wie möglich zuhöre, oder? Also, spuck´s aus. Bitte.
Dabei habe ich eine Zigarette gedreht, angezündet und ein wenig gehustet.
Also, ein wenig mehr.
Also, recht heftig.
Psychosomatik, halt.
Und die verschämte Psyche flüsterte ˋdas ist aber ein Brocken ...´

OK. Warum frage ich auch. War ja klar, das.
Der Verstand brachte eher zaghaft die Information heraus, dass das finanziell ja auch ein größerer Posten sei, mal abgesehen von allem anderen. Und ...

Ja doch, ja! Aber wir wissen doch, das hat noch nie geklappt! Reduzieren geht eine Weile gut, aber Aufhören, das ist Krise, nerv, Unwohlsein bis hinten durch und ÄRKS. Sorry, Leute. No Go!
Ich meine, ich kenne mich ja auch schon eine Weile, und ...

Der analytische Verstand nickte dazu, weil, er hat ja nie herausgefunden, warum grade diese Sache so festsitzt. Er dachte ja immer, wenn er die Sucht versteht, dann gibt es auch Hebel und Stellschrauben - aber eben: Hat er nie rausgefunden. Also.

Und Ende Gelände, wollte ich grad rufen, als die liebevolle Psyche leise sagte: Das ist schon OK. Aber ... ein wenig Stil, ein bisschen - du weißt schon - nicht so hektisch. Nicht so beiläufig. Nicht so ...

Hmm. Und?
Sie lächelte und sprach von Umstieg. Nicht etwa auf diese Verdampferdinger, die findet sie genauso gräßlich wie ich, aber auf Kultur. Pfeife, um genau zu sein.
Das hat ja schonmal geklappt, vor Jahren. War doch OK, oder?
Und was damals das Problem war, das haben wir ja nicht mehr: Pfeife im Winter auf dem Balkon, aus Rücksicht. Auf.
Sorry ...

OK, jetzt liegt es da, das Thema.
Und ist groß und schwer und so, und ich hätte gern ... komisch. Nein.
An dieser Stelle war mir nach diesem und jenem, aber eben nicht nach einem Doppelten.

Und dafür gab es ein sehr einfühlsames Lächeln von der besten Psyche der Welt. Und ein ˋmuss ja nicht gleich sein, aber ... perspektivisch?´

(30.12.2020 Mittags) wie blöde kann man sein?

Also echt! Der analytische Verstand hat mal nachgerechnet, was das Rauchen so anrichtet. Also, in nackten Zahlen, finanziell. Von der Gesundheit hat er geschwiegen, wenn auch recht laut.
Und es ist erschütternd! Ein Wahnsinn! Fücht-ter-bar!
Und dann habe ich mich richtig mies gefühlt, ungelogen.

Ich meine, so richtig, richtig mies. Hart an der Depression, genaugenommen. War nicht so richtig schön, kann ich vermelden.
Ich meine, wie dumm ist das, sich Gedanken zu machen über Einsparoptionen hier und da, nachzurechnen, ob sich etwas lohnt, auf einiges zu verzichten, und dann einen gar nicht unerheblichen Teil der monatlichen Mittel wegzuräuchern? Eben: Sehr dumm.

Locker ein ganzer Abend mit Freunden in der Koffer - pro Woche! - geht da drauf, und an einem von vier dieser Abende wäre sogar noch ein Taxi drin.
Das ist dann schon in Selbstvorwürfe ausgeartet, und in ernste Zweifel. Und ...

Ja, und dann hat die hilfreiche Psyche interveniert:
Stimmt alles, hat sie gesagt, diese Sache ist wirklich nicht sehr schlau. Aber: Schau dich mal um! Du bist nicht der einzige mit so einem Patscher, und es ist nichtmal der größte.

Und sie zählte auf, was es alles an Irrsinnigkeiten gibt, die Menschen so machen. Und so unbedingt machen wollen, dass sie echt viel - zu viel - darin investieren, an Geld, an Aufwand, an Arbeit. Und an Gefühl.
Nicht mal von Exzessen hat sie geredet, sondern von ˋganz normalen ´ Sachen, die man jeden Tag sehen kann.

Fanartikel, neueste Mode, Turnschuhe, Urlaub, Motorradfahren ˋzum Spass ´, Extremsport, Autobuilding und Bodytuning, Ultra-Fans (ausdrücklich nicht nur beim Rasenballsport!)... sogar das Aufhängen von Bildern politischer Vorbilder über dem Bett eines Jugendzimmers (Ché ...) oder das Sammeln von Feuerzeugen nannte sie, ohne lange nachdenken zu müssen.

Und OK, einige ˋkönnen sich das leisten ´, aber das macht den Unterschied eben nicht: Der Irrsinn wird nicht kleiner, weil der prozentuale Anteil des Aufwandes am Einkommen sinkt. Das ist jetzt erstmal kein Punkt, OK?

Du bist nicht irrer als alle anderen, und nein, die exzessiven Verzichter sind auch kein Stück ˋbesser´. Und wenn du das begriffen hast, dann können wir darüber reden. Eher nicht. Basta.
Weil, das tut sonst nicht gut, und wenn es nicht gut tut, geht es dir schlecht, und dann rauchst du noch mehr, und so.
Und schau mal: Du hast nicht mal daran gedacht, ein Bier von der Tanke zu holen, als die Nacht so arg dunkel war - du bist echt gut. In dieser Sache jedenfalls, und das sagt, du kannst das auch in der anderen. OK?

Ach ja, meine motivierende Psyche ...
Was würde ich ohne sie nur anstellen?

(30.12.2020 Abends) Rat und Tat

Es gibt etwa zwei Millionen ˋgute Ratschläge ´, wenn es um das Rauchen geht, und entsprechend viel Literatur. Und Abermillionen Argumente obendrauf, zuzüglich enthusiastischer Berichte über die schöne neue Welt ohne den blauen Dunst.
Faszinierend (Augenbraue hochzieh).

Was alle diese Hinweise und Ratgeber eint: Sie kosten Geld, versprechen einem den blauen Dunst vom Himmel und helfen ... nicht.
Sowenig wie die diversen Tricks und Mittelchen und Apps und all das. Und das aus einem ganz einfachen Grund: All diese Leute wissen zwar gar furchtbar viel über die Sache, aber rein gar nichts über mich (oder dich, oder sonstwen), und raten deswegen ziemlich ins Blaue hinein.
Wobei natürlich Glückstreffer möglich sind, zugegeben.

Also, was tun?
Naja, einfach die eine Koryphäe fragen in Sachen ˋich´. Sich selber, beziehungsweise die aufmerksame Psyche. Weil, wir kennen uns schon recht lange. Das andere finden wir dann schon raus. Oder kennen es schon, aus Erfahrung. (Ist ja nicht das erste Mal, an der Sache was ändern zu wollen)

Und eben deswegen: Nein, was hier steht, lässt sich genau gar nicht als Ratgeber oder Leitfaden verwenden. Sorry. Das ist nur ein Bericht, wie das bei mir läuft, sonst nichts. OK?
(Mein analytischer Verstand sagt, ich sei ein Vollhonk: Mit einem Ratgeber hätte ich soooo viel verdienen können ... verdammt.)

Ach ja, der Verstand:
Nachdem der gestern ausgerechnet hat, was das Rauchen mich so kostet, hat er natürlich gleich recherchiert, ob und unter welchen Bedingungen der Umstieg auf Pfeife eine unmittelbare Ersparnis bringt. Klar. So ist er halt.

Also, der derzeitig verwendete Zigarettentabak kostet im Kilo ca. 120 €, der Pfeifentabak, den ich früher bevorzugt habe, einen Hunderter mehr. Zigarettenpapier aufgerechnet gegen Pfeifenreiniger und so ergibt: Fast die doppelten Kosten bei gleichbleibendem Konsum. Oder anders: Halb so viel rauchen ist kostenneutral. Würde gehen.
Wenn man von den Anschaffungskosten der Pfeifen absieht. Die, wenn man sowas wie Qualität haben will, mit gut 40 € pro Stück zu Buche schlagen, und es ist nicht mit einer getan: So ein Rauchgerät muss ab und zu ˋausruhen ´, deswegen sind zwei, besser drei vonnöten.
Folglich eine dumme Idee, dieser Plan, sagt der analytische Verstand.

Und die liebevolle Psyche schaut ihn an und erwidert: Danke für die Zahlen und die Recherche, mein Lieber, aber sag mal: Wer hat dich um eine Bewertung gebeten? Und wie, wenn überhaupt, quantifizierst du Wohlbefinden und solche Dinge? Und Stil? Den Wohlgeruch gegenüber dem Mief? Und ... all sowas? Bitte?

Nun, der Verstand ist vernünftig genug um einzusehen, wann er verloren hat - immerhin - und bittet, seinen letzten Satz aus dem Protokoll zu streichen.

(31.12.2020 Mittags) auf, auf zum Kampf!

Die grundehrliche Psyche gab unumwunden zu, dass die Sache ein Taschenspielertrick ist, als ich meinen diesbezüglichen Versacht äußerte.
Ja, sicher, sagte sie, ganz richtig.
Weil: Die Ansage ˋmit dem Rauchen aufhören ´ funktioniert nicht, wie wir wissen. Da denkst du an die Momente, die gut waren mit der Zigarette, in denen das echt geholfen hat und so, und schon drehst du am Rad. Also. Läuft nicht.
Und eben deshalb machen wir das anders: Kein Entzug, nur reduzieren - soweit, dass das eben finanzierbar ist - und dabei einen emotionalen Gewinn einfahren. Erstmal reicht das doch.
Ist gut für die Gesundheit, gut für mich, gut für die Umwelt ...

Hä? Ich war etwas irritiert über diesen Punkt, aber sie erklärte das:
Zum einen: Weniger Verpackung. Wenn du halt die großen Packungen kaufst. Und die Hälfte Tabak heißt ja auch: Halbiertes CO2 beim Verbrennen, halbierte Transportkosten. Und das Papier, dass du nicht verbrennst. Dann: Weißt du eigentlich, dass deine Aschenbecher gut ein Drittel vom Restmüll ausmachen? Ist ja schön, dass du so ordentlich trennst und vermeidest, aber hallo? Und es riecht angenehmer, und ...

Aber da war es schon OK: Unabweisbare Vorteile, auch für die Umwelt. Der analytische Verstand schob noch nach, dass beim Drehen ja immerhin fast ein Viertel Tabak gar nicht erst geraucht wird, sondern weggeschmissen, also ...
Jajaja, ist ja gut. In Ordnung. Trotzdem: Wie machen wir das jetzt, vor allem mit den Pfeifen? Das Geld haben wir einfach nicht, Punkt.

Da grinste die fürsorgliche Psyche und erklärte: Nun, der Verstand erinnert sich, dass es früher solche Probierpfeifen gab, aus Ton. Haben fast nichts gekostet, damals. Google doch mal ...

Ich duckducke, korrigierte ich, wegen dem Datenschutz, und googelte drauf los. Und fand. Nämlich gleich zwei infrage kommende Modelle, die zwar ganz und gar nicht das sind, was ich ˋTabakspfeife ´ nennen möchte, aber dafür auch kaum was kosten. Außer der Überwindung, ein Amazon-Konto einzurichten.
Worauf die zielstrebige Psyche dann auch bestand, und, kurz und gut, die Teile sind bestellt, und dann suche ich meinen Tabakladen auf und bestelle da mein Wunschkraut und ... mooooooment!
Hatte ich eigentlich schon dem Plan zugestimmt und das alles abgesegnet?

Die liebevolle Psyche meint, Ja. Spätestens jetzt.
Echt mal, wenn ich sie nicht so mögen würde ... es wäre ja kaum auszuhalten. Aber sie lächelt und alles ist gut.

(31.12.2020 Abends) have a break

Das war jetzt insgesamt doch eine eher schwierige Operation, und die liebevolle Psyche sagt, jetzt ist erst mal gut. Weil, grade im Moment können wir sowieso nichts machen. Also, schon, nur eben nicht in dieser Sache: Erst müssen ja die bestellten Teile ankommen. Was ein wenig dauert.

OK, was natürlich drin wäre ist reduzieren. Aber, sagt sie, das forcieren wir jetzt nicht, am Ende überfordert das, und das wollen wir ja nicht.
Also, slow down (ist wie lockdown, nur ohne Seuche) und keep warm (weil, Erkältung brauchen wir auch nicht), und ...

... und ich merke, dass da eine ganze Menge Weisheit drinsteckt:
Bei früheren Versuchen, das Rauchen zu lassen, hatte ich immer sowas wie einen Tag X: Logischerweise war es einmal ˋdas neue Jahr ´, einmal ein Geburtstag, einmal ˋwenn dieses Päckchen leer ist´, und einmal ˋjetzt ´.

Und immer war es der falsche Zeitpunkt, denke ich: Willkürlich festgelegt. Und ˋmuss´. Und dieser furchtbare Anspruch vor Endgültigkeit obendrauf. Was bedeutet, dass der Druck hoch ist, und die ˋAusnahme´ ein Scheitern impliziert. Und was hilft gegen Druck? Eben!

Der richtige Zeitpunkt ist ... wenn er gekommen ist. Merkst du dann schon. Passiert von alleine. Also, fast. Und passiert eben nicht, wenn du ˋwillst´. Flüstert die Psyche, die mitfühlende.

OK, also ... Abwarten und Tee trinken.
Vielleicht etwas mehr angenervt sein, wenn der Aschenbecher schon wieder voll ist, die eine oder andere Standard-Situation bemerken und hinterfragen und ... ändern. Also, nicht zwingend, aber möglicherweise.
Nur kein Stress, wegen dem Zirkelbezug.

Recht hat sie damit, die fürsorgliche Psyche. Stress bei der Modifikation von Stressbewältigungs-Strategien ist kontraproduktiv. Und es war offenbar stressig genug, diese ganze Verhandlung - jedenfalls, wenn ich mir den Aschenbecher so anschaue. Gnarf.
Also:
Auf dringlichen Wunsch einer einzelnen wohlwollenden Psyche folgt erstmal eine Auszeit.
Und dazu, mit ihrer freundlicher Genehmigung, ein Bier. Also ... zwei. Bömisches Schwarzbier aus dem Edeka, weil ... weil wir das können.

Ciao, bis später!

(01.01.2021) gutes neues

Also, das mit dem Auszeit-Bier gestern ...
Ich sage es mal so: War eine Erfahrung. Und Erfahrungen sind ja immer gut. Nur, Spass gemacht hat das auch nicht, sondern eher genervt.
Geschmacklich einwandfrei, zugegeben, aber der Effekt war halt nicht ˋfröhlich - entspannt ´ sondern eben angenervt.
Die wohlmeinende Psyche war ein wenig bedröppelt deswegen, weil, das sollte doch irgendwie eine Belohnung sein. Tja ... schade, nicht geklappt, das. Wobei ... am Ende ist das wohl folgerichtig, und auch ganz OK so.

Was geklappt hat:
Ich habe richtigen Tee gekauft, und bin sehr erfreut darüber. Obwohl es nicht eben ein Spitzengewächs ist, sondern schlichter Blatt-Tee, schwarz, Massenware mit ein wenig Bergamotte-Aroma. Aber Welten entfernt von diesem Beutelzeug. Damit kann ich jetzt viel entspannter auf die Lieferung von der Tee-Kampagne warten, und freue mich um so mehr darauf.

Selbst der Umstand, dass einige Vollpfosten trotz Verbot ballern mussten, hat mich kaum genervt: Die fürsorgliche Psyche wies darauf hin, dass es schlimmstenfalls an 6 Stellen im Umkreis feuert, und der Stadtteil immerhin 15.000 EinwohnerInnen aufweist - die Idiotie ist also eher homöopathisch.
(Der analytische Verstand erwähnt, dass dieser Satz durchaus ... aber das finde ich grad OK so.)

Ganz sachte kündigt sich sogar etwas Bewegung bei der Raucher-Sache an: Ohne weiter drauf zu achten hat sich der Konsum in den letzten Tagen - geringfügig, aber merkbar - reduziert. Von viel-zu-viel auf viel, aber immerhin.
Wenn der Effekt mit der Pfeife annähernd so wird, wie das jetzt schon beim Tee ist, wird das echt gut. Mal sehen ...
Ob ich den (gefühlten) Lauf grade nutzen sollte, doch gleich ein richtiges Rauchgerät zu erwerben? Leider hat mein Tabakladen sowas nicht im Angebot, kann auch nicht bestellt werden, sonst wäre die Entscheidung einfacher.
(Ausnahmsweise sagt die liebevolle Psyche nichts dazu, wahrscheinlich geht ihr das mit dem Bier noch ein wenig nach, oder so. Oder ihr sind die Erwartungen zu hoch. Oder ... naja, ich warte mal ab, was sie so sagt.)

(02.01.2021) roundup

Die fürsorgliche Psyche hat sich echt Gedanken gemacht, wegen der Silvesternacht und dem Flop mit dem Belohnungsbier.
Sie meint, es könne ja sein, dass ich den Alkohol meistens zweckgerichtet verwende, um irgendwelche Dinge, die grad nerven, weichzuspühlen.
So, wie das Rauchen, ein wenig. Dafür spricht, sagt sie, dass es ja ganz oft (beim Alkohol) oder wenigstens gelegendlich (beim Rauch) auch ohne geht, meistens in Situationen, die in sich völlig OK sind.
Und, sagt sie, vielleicht nervt grade im Moment das Weichspühlen selber, kann ja sein: Da ist ja diese Sache ... ähm ... und möglicherweise willst du das gar nicht mehr so sehr wegdrücken. Kann doch sein?

Ich habe dann überlegt und rekapituliert und all das, und Fragen gestellt wie ˋund warum sind die Abende mit Freunden meistens mit Bier? Die sind doch völlig OK!´
Und die kluge Psyche wusste zu antworten: Schon. Aber diese Abende ändern nichts, und wenn du nach Hause kommst ... eben.

So fürsorglich ist sie, die liebevolle Psyche, dass sie das ˋDann´ nicht ausspricht. Aber die Andeutung reicht auch ...
Dann ist da niemand.

Insgesamt war das alles sehr schlüssig, und eben wollte ich Zustimmung äußern und andeuten, dass wir das Thema dann jetzt wohl angehen sollten und so, da schaltete sich der Verstand ein. Mit einem lauten ABER.

Ok, sagte er, und klang ziemlich knarzig dabei, alles schön und gut. Prima Theorie, und gut, wenn sie stimmt, und hervorragend, wenn wir da was machen, ABER:
Was, wenn es einen anderen Grund hat?
Du warst seit dem vorletzten Sommer nicht mehr beim Arzt, du zeigst eine plötzliche Verhaltensänderung, und konzentrierst dich grade auf die Psyche (nichts gegen dich, meine Liebe!).
Und das ... haben schon mehr Leute so gemacht.
Wie du dich erinnerst. Gott hab´ sie selig ...

Bumm. Ja, das hat gesessen.
Und der analytische Verstand murmelte nur noch ˋsorry, musste sein ´, weil, das hat dann echt gereicht. Für tiefdunkelschwarz. Gnarf.

Es hat etwas gedauert, bis die Psyche sich ein wenig zerknirscht meldete, und eingestand, dass der Verstand wohl Recht habe und wir umgehend die biologische Seite abklären sollten. Weil. Aus Gründen. Und.

Ich nickte stumm dazu.
Und nein, ich mache mir da keine Sorgen, bewahre! Das fühlt sich alles so OK wie möglich an, vom Zipperlein im Bein mal abgesehen, und selbst das wird grad besser. Aber es stimmt: Bevor das andere angegangen wird, schauen wir mal, ob sonst alles gut ist.
Und ja, ich vertraue ihr, der liebevollen Psyche - aber ich weiß halt auch um ihre Grenzen.

Ist ja nur vernünftig, oder?

(02.01.2021, Abends ) mens sana

OK, es ist Samstag und einen neuen Hausarzt (m/w/d) finde ich heute wohl nicht. ISSO. Naja. Was du heut nicht kannst besorgen ... nervt.

Dafür habe ich halt dem Konsum gefrönt, zusätzlich befeuert durch einen Gutschein: Ein grüner Tee wohnt jetzt hier und hat 50 Gramm Majoran mitgebracht, die wöchentliche Wurst-Ration vom Metzger mitsamt frischer Brötchen (Brot war aus), und etwas Käse. Und, weil der Gutschein erst ab einem Einkaufswert von 20€ gelten sollte, auch noch Waschmittel. Mit so einem Ökolabel.
Und dazu kein Bier, Wein oder Artverwandtes (war im Sonderangebot)

Dann habe ich festgestellt, dass es noch ein paar von diesen Gläsern braucht, in Halbliter-Format. Und das Vorratsregal umgebaut. Und ...
Es ist erstaunlich, was da alles dranhängt.
Wegen der Tee-Geschichte steht jetzt der Kühlschrank an einem anderen Platz (und nicht mehr in der Sonne), der Biomüll ist sehr viel schneller voll und insgesamt feuchter als früher, ich brauche deutlich weniger Milch (wegen weniger Kaffee) was den gelben Sack entlastet, Leergut und Altglas sind merkbar weniger.
Die alltäglichen Abläufe sind anders, was manchmal ein wenig hakelt - der Schritt zum alten Standort des Kühlschrankes, mehr Wasser in den Wasserkocher, weil ja der Tee kannenweise gebrüht wird, und weil beide Teesorten sowie das Kaffeepulver in identischen (deshalb beschrifteten) Gefäßen rumstehen, ist der blinde Griff zur Dose auch passé.
Und der Messlöffel ist auch nicht mehr in der Kaffeedose, sondern liegt daneben, und wird auch für den Tee verwendet. Und ...
Echt mal: Wenn ich das vorher hätte planen sollen, wäre mir der Aufwand doch recht hoch erschienen.
Na, OK: Andere Leute müssen kostspieligen Urlaub machen, um etwas Abwechslung in ihr Leben zu bringen. Wat habbisch et jod.

Morgen ist dann wohl ein fauler Sonntag angesagt, obwohl: Dann meckert das Telefon wahrscheinlich, weil ich mich zu wenig bewege. Also werde ich wohl mal in die Stadt runterlatschen und am Abend nachschauen, wie die bipedale Abstützdauer und die Schrittlänge so war. Und der asymmetrische Gang.
Und die Verbesserung gegenüber letzter Woche.

Die wohlwollende Psyche bittet um den Hinweis, dass sie ganz und gar nichts damit zu tun hat, dass wir diese Gesundheitsfunktionen nutzen. Das war der Spieltrieb, sagt sie, oder die Entdeckerfreude wegen des neuen Telefons, sie jedenfalls war das nicht.
Aber, sie findet das gar nicht schlecht.

😉

(03.01.2021) ... wie sie mir gefällt

Die liebevolle Psyche sagt, dass sie grad sehr zufrieden ist. Richtiggehend erfreut. Dops.
Was mich ein wenig überrascht hat, weil grad im Moment ist es eher trüb - also, das Wetter sowieso, aber auch sonst. Euphorisch ist sehr anders.

Schon, sagt sie, aber: Mit der gleichen Faktenlage könntest du grad auch echt depressiv sein, oder ärgerlich. Du könntest irgendwem die Schuld geben, die Aussichtslosigkeit beklagen oder dir alles schönsaufen.
Oder allzusehr in ˋalles wird gut ´ schwelgen, was unweigerlich zu einem Absturz führen müsste.
Oder dir alles schönreden, so mit ˋvielen anderen geht es schlechter´.
So, wie das ist, ist es schon OK - für den Moment.

Hmm. OK. Aber ...
Ich meine, es wird doch nichts anders, egal, was ich damit anfange, oder? Also, schon, ein wenig, aber es bleibt so vieles, was nicht grad glücklich macht. Und perspektivisch ...

Doch, sagt die fürsorgliche Psyche, doch: Es wird anders. Ist schon anders geworden: Wir hatten zum Frühstück eine Lieblingswurst. Beispielsweise. Und das ist besser, oder?

Ja, sage ich, aber - so wie vorgestern, als wir den Film anschauen wollten, Forrest Gump - wir haben uns gefreut, dass der im Sonderangebot war, dass wir den kaufen konnten, und alles, und dann ...

Ja, sagt die Psyche, dann hast du diese Szene nicht ausgehalten, in der ˋihr Vater´ auftritt - da, wo das Schreckliche zutage tritt und Forrest das nicht schnallt. Da hast du abgeschaltet: Bravo!
Mitfühlen können ist gut, und nicht aushalten legitim. Kein Problem.
Du kannst dies und das und jenes grad gar nicht brauchen, und nichts zwingt dich!
Und jetzt gehen wir erstmal spazieren, in den kalten, trüben Tag hinaus und finden etwas schönes. OK?


Es war ein Reiher, der in der Wiese bei der Ludwigsbrücke umherstolzierte. Zusätzlich zu der Begegnung mit K. und G. und dem Anblick des teilweise zugefrorenen Weihers im Dämmerlicht.
Gut gemacht, Psyche!

Zudem waren das fast 10.000 Schritte, beinahe 6 Kilometer mit einer Schrittlänge von 69 cm bei 4,2 km/h und nur 4% asymmetrisch. Und erst zum Ende hin hat das Bein gemeckert. Was alles gut ist. Und ...

... und die Wohnung ist warm, der Tee frisch gebrüht, von der Lieblingswurst ist auch noch was da, und ...

Richtig, sagt die mitfühlende Psyche, du hast sie nicht getroffen, die große Liebe, aber: Vor ein, zwei Dutzend Tagen, da wärst du noch an ihr vorbeigelaufen. Ohne was zu bemerken.
Heute hast du sogar diesem Vogel deine Aufmerksamkeit geschenkt. Das wird doch. Bestimmt.

OK, sie hat ja Recht: Wunder brauchen etwas länger.
Und die Idee, fortan die Besuche in der Koffer mit einem Spaziergang zu koppeln, hat auch was. Etwa die gleiche Strecke, anderthalb Stunden ... warum nicht?

(04.01.2021) na, geht doch!

Ich habe heute gleich früh (also, nach dem zweiten Becher Kaffee) einen Arzt gesucht, gefunden und einen Termin vereinbart.
Ganz ohne Bewertungsportale und Bohei, wegen ˋQuis custodiet ipsos custodes?´. Was Latein ist, und bedeutet: Wer bewacht die Wächter?
Sowas auf Latein zu sagen gibt immer einen hübschen Anschein von Bildung, erzeugt weniger Widerspruch als ˋecht mal, denen traue ich nicht´ und zugegeben: Es ist vollkommen sinnfrei sowohl die Übersetzung als auch die Bedeutung gleich nachzuliefern.
Weil ich den ersten möglichen Termin nicht annehmen konnte - da besuche ich M, meine liebreizende Zahnärztin - geht das erst am 18. los, mit Blutprobe, und am 19. mit Besprechung der Ergebnisse.
Immerhin, ich war aktiv. Man lobe mich.
(Die wunderbare Psyche nickt zufrieden.)

Außerdem habe ich befunden, dass es zwar eine schicke Idee ist, die Besuche in der Koffer an den Spaziergang ebendorthin zu koppeln, aber zugleich eine momentan sinnbefreite: Der Laden hat ja akuten Lockdown. Stattdessen kaufe ich meinen Zigarettentabak nur noch beim Edeka und laufe eben da hin - ist zwar ein paar hundert Meter näher, aber egal. Das ergibt ein hübsches Paradoxon, nicht wahr? Je ungesünder desto gesünder ...
(Heute waren es 7,1 Kilometer insgesamt, weil ich nach Einkauf noch 2 UBahn-Haltestellen zurückgelaufen bin. Und nein, ich poste jetzt nicht jeden Tag diese Statistiken, versprochen. Aber 11.000 Schritte sind schon was, gelle?)

Wegen des lokalpatriotischen Einkaufauftrages habe ich - braver Staatsbürger, der ich bin - im Internetz recherchiert, wo ich meine Wunschpfeife im stationären Handel erwerben kann, und da in nächster Zeit keine Koffertage anstehen, werde ich die morgen dort bestellen, oder, falls am Lager, gleich mitnehmen.
Die ganz harten Lokalpatrioten mögen verzeihen: Das Geschäft ist in der Nachbarstadt, weil es hier sowas nicht mehr gibt. Banausen!

Ach ja: Diverse Medien kriegen das mit dem ˋdivers ´ einfach nicht gebacken. Zitat (aus einer Mail):

Wir haben 3485 Frauen, 1656 Männer und 72 Menschen befragt.

Fühle ich mich jetzt belustigt, schadenfroh oder diskriminiert?

(05.01.2021) Gehwege

OK, heute war es etwas zäh, das Rumlaufen - trotzdem fast 7 Kilometer. Morgen bleibe ich in der Hütte, weil Aua im Bein.
Aber immerhin habe ich den Laden gefunden, und weil (erwartungsgemäß) meine Wunschpfeife dort nicht vorrätig war, diese bestellt. Dauert etwas, aber das ist nicht weiter schlimm - die rufen an, wenn das gute Stück eingetrudelt ist.
Übrigens, so ein Rauchgerät kostet im Fachhandel exakt genauso viel wie im Neulandnetz, und dabei fallen keine Versandkosten an - nur muss man sich halt mit freundlichen Menschen unterhalten und eben durch die (durchaus nicht hässliche) Nachbarstadt laufen. Und kein es eilig habender Bote klingelt zu Unzeiten an der Tür und gibt das Paket doch beim Nachbarn ab. Logisch, dass das niemand will ...

Sonst ist alles ruhig, der analytische Verstand vergnügt sich mit der Interpretation statistischer Zahlen (klar: RKI), die entspannte Psyche summt fröhliche Lieder aus alten Tagen und die Leber nebst Kolleginnen scheint sich mit der Unterforderung recht wohl zu fühlen.
Auch schön.
Meine Landkarte sagt, dass so ein 15-Kilometer-Umkreis ganz schön weitläufig ist - im ganzen letzten Jahr war ich zweimal darüber hinaus (jeweils einmal bei 18 und 22 Kilometern), und gefehlt hat mir dabei nichts.* Reiseunlust trifft auf Beschränkung und grinst.

Das nervigste grade ist die Ungewissheit, ob und wann wir das Theaterstück uraufführen können. Weil, nach einem Jahr Auszeit müssen wir wohl ganz von vorne proben, und, naja, ob die jungen Leute dann noch alle in der Nähe wohnen, Lust haben und Zeit finden, das weiß man ja nicht. Und, wenn es denn wieder geht, werden viele Gruppen um die Termine ringen, für Aufführungen und Proben.
Naja, das werden wir sehen.

Abwarten und Tee trinken.

* OK, schon. Aber das war ein Pflichttermin, der so oder so nicht so spassig gewesen wäre. Abgesagt, weil 4 Stunden Bahn mit Maske einfach nicht drin sind.

(06.01.2021) home is where ...

Da sitzen wir nun, die liebevolle Psyche, der vernünftige Verstand und ich. Und blicken zurück, ganz ohne Zorn, auf das letzte Dutzend Tage, auf - Stand gestern - 695 Textzeilen, und sind mit uns im Reinen. Also, soweit.

Angefangen, sagt der Verstand, hat das ja mit der Idee, irgendwie über die Sache mit den weltlichen Gütern zu berichten, also, Geld oder Leben. Dabei schaut er so aus, als säße er in einem Ohrensessel, mit der Pfeife in der Hand und einem Glas ... einer Tasse Tee auf dem Beistelltisch.
Ist irgendwie nicht so gelaufen, sagt er, aber, doch ... war gut.

Naja, irgendwie doch schon, erwidert die treue Psyche, eigentlich ging es doch erstmal darum: Um Preis und Wert und so. Und ... naja, das ist alles eben auch eine Gefühlssache, mein Lieber.
Und lächelt dazu.

Hmm, sage ich. Hmmm.
Gut und schön, wir haben dies und das herausgefunden, und ja, das ist auch gut so. Das mit dem Tee, die Aussicht auf weniger und besser rauchen, das mit guter Wurst auf gutem Brot, und dann noch alles ohne die Kosten zu erhöhen. Bravo. Lohnt sich. I like.

Und mehr Bewegung, insistiert der Verstand, das ist ja auch gesund, und Lebensqualität. Da geht was, und es geht immer besser, oder?
Wenn er solche Wortspielchen macht, der ach so vernünftige, ist das ein Zeichen, dass er sich wohlfühlt. Und wahrscheinlich demnächst mit irgendeiner Idee um die Ecke kommt, die wunderschön und ganz außerhalb jeder Reichweite ist - was soll's, wenn er sich beschäftigt mit, sagen wir, der Konstruktion eines pedalbetriebenen Flugapparats, kommt er schon mal nicht auf dumme Gedanken.

Die fürsorgliche Psyche ist merkwürdig still, schaut mich dann an und fragt - wobei sie des Verstandes Äußerungen routiniert ignoriert - ˋAber?´
Ja. War klar, nicht?
So ist sie halt: Egal, was ich in die Zeilen packe, sie liest dazwischen.

Und ich gebe zu: Ja, es ist besser so.
Aber ... nicht gut. Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden, noch immer, und nein, ich denke nicht daran, mir das schönzusaufen, nicht nochmal, und ... trotzdem.
Weil.
ISSO.

OK, sagt die liebevolle Psyche, OK ...
Wir machen jetzt erst ein wenig Erholung, Konsolidierung, lassen die Zähne erneuern und gehen zum Arzt und all das, und dann ... dann mal reden wir weiter, ja?

In der nächsten Staffel des langweiligen Blogs. Demnächst auf dieser Seite. Der Verstand nickt Zustimmung und wir sagen Tschüss, und bis demnächst.

Zwischendurch

Kurzmeldungen vom 07. - 14. 01.

07.01.

Angefangen, ePubs zu basteln:
Verfügbar sind bisher ˋDrachenzeit ´ und ˋCorona, meine Psyche und ich ´.

Wenn ich sie nicht so mögen würde, meine Zahnärztin ... gnarf. War kein echter Spass, das. Noch acht Wochen bis Fertigstellung ...

Test: 1/4 L Wein. Kein Spass dabei. Freude am Tee danach. Passt.


08.01.

Zahn-Nacharbeiten souverän erledigt, sehr zufrieden. Aussicht auf Vollendung des Werkes bereits Mitte Februar.


wg Mistwetter und Termin bei M. nicht in die Stadt gelaufen zum Tabakkauf. Gnarf. Aber OK.

Vollabsturz. Betraf einen Teebecher, liegt in Scherben. Man muss Verluste hinnehmen können.

Disfunktionale Steigerungsformen. Aufgeräumt/gewischt. Wohnung sauberer, aber halt nicht sauber. Gnarf.

Konsum: je zwei Kannen grüner und schwarzer Tee/Tag. Dafür Kaffee halbiert und keine 4 Bier - finanzielle Differenz ca 4 €/Tag, 1/3 in bessere Schokolade investiert. Freut.


09.01.

Nicht richtig eingekauft - aber Harzer Roller als Bindekäse in der Tomatensauce ist auch erstaunlich OK.

Badetag. Entspannt und sauber. Schön.
Nur, morgen * ist demnach Badputztag. Gehört halt dazu, gnarf.
* oder so ...


10.01.

Entschieden, dass es sinnreicher ist, vor dem (nächsten) Baden zu putzen. Wg Staub, beispielsweise, und es stört ja auch keinen. Leider.

In die Stadt laufen nachgeholt. Freunde besucht.
Besserer Grund als Tabak kaufen.


11.01.

Grad alles ein wenig zäh. Mit Kopfweh. Ist auch ohne Kater nicht lustig - Wetterwechsel mag ich nicht.

Vorerst wieder Toastbrot (wenigstens Vollkorn), wg Zähnen. Daher nicht beim Metzger gekauft und daher keine Wurst. 😩
Konsequenz kann doof sein.

beschlossen, erst morgen in die Stadt zu pilgern, um Tabak zu kaufen. Trotz knappen Vorrats. Trick 17 mit Selbstüberlistung?


12.01.

Die gute Idee gestern war, einen Film zu kaufen. Wall-E (Pixar). Aktion, Drama, Liebesfilm ... schön.

Wg. Schnee doch mit UBahn gefahren - nasse Füße gab es trotzdem, weil Fußgängerwege kaum geräumt. Naja. 2,5 Kilometer immerhin.

Anruf: Pfeife eingetroffen, muss demnächst mal nach Nürnberg, zum Abholen. freu!

Noch mal raus, FFP2 Masken besorgen. Apotheke ist neben dem Metzger, auch schön.

Metzger war OK, aber die Schlange vor der Apotheke zu lang. Gnarf.

Telegram meldet massiven Zulauf - 25 Millionen in 24 Stunden. ˋWeil User wie du so fleißig einladen ...´ (Trumpistennetzwerk ist abgeschaltet ... aus twitter fliegen die auch raus ...)
Überlege ernstlich, den Messenger zu wechseln. Unehrlich, das.

Signal installiert. Kaum jemand da ... gnarf

Positiv: Das war jetzt genau so eine Situation, in der ich sonst einen Gin geordert hätte. Und das ist mir erst mit Stunden Verzögerung aufgefallen. (allerdings merkbarer Effekt: Hatte die Trenner vergessen, Zeichen für Unkonzentriertheit. OK, war leicht zu beheben ...)


13.01.

mit dem Bemerken des Zustandes war es dann wieder OK. Aber eine deutliche Ansage: Das ist alles noch recht fragil. Nicht übertreiben ...
Im Rückblick: Bin in letzter Zeit recht häufig aus Situationen rausgegangen, z.T. fluchtartig - wohl eben deswegen.
Und: Stelle (mal wieder) fest, dass das Aufschreiben hier hilft.

Was auch gut tut: Der unaufdringliche Zuspruch von mehreren Seiten. Habe die richtigen Freunde (d/w/m), stelle ich (mal wieder) fest.
Und dass ich ˋbesser ausschau ´ ist auch hübsch.

Badetag. Sauber.


14.01.

Gestern Abend noch ein schwieriges Telefonat, wg einer Sache, die mich recht anfasst. Trotzdem kein Bedarf nach Weichspüler, immerhin. Aber mehr geraucht.

Morgen Doppel-Event: Wandertag mit lieber Freundin, dabei Pfeife abholen. OK, ich hätte das auch teilen und mich zweimal freuen können ... Man kriegt halt nie genug, gelle?

Merkbar weniger Milchkonsum (wg weniger Kaffee). Ist das jetzt gut? Weniger Müll auf jeden Fall.

festgestellt, dass das Intermezzo mit den Kurzmeldungen jetzt eine Woche läuft. Erst. Kommt mir länger vor ...
Die liebevolle Psyche sagt, dass es jetzt offenbar gut ist damit.

Nachher machen wir noch einen Kassensturz, im Dialog, und dann beginnen wir mit der dritten Staffel des Blogs.

Teil 3, Rauchen

14.01.2021 Kassensturz

Die hoffnungsfrohe Psyche meint, es wäre Zeit.
Zeit, sich wieder etwas genauer zu befassen, mit ihr, mit mir, mit dem Leben (und dem Universum, und dem ganzen Rest. Versteht sich).
Eine Woche, sagt sie, sind die Dinge jetzt mehr oder weniger von allein gelaufen, und gar nicht mal so schlecht. Eigentlich hätte sie mit einer längeren Dauer dieser Phase gerechnet, aber ...

Tja, das ist so mit den Plänen. Die machen sich gern selbstständig.
Es war die spontane Entscheidung, eine gute Pfeife zu bestellen, anstatt erstmal mit den Behelfsdingern langsam anzufangen. Welchletztere erst in den nächsten 2 bis 3 Wochen geliefert werden, aber die ˋGute ´ liegt schon im Laden und wird morgen abgeholt.

Was, sagt die mitfühlende Psyche, auch völlig OK ist, nur: Dadurch fängt ˋes ´ eben morgen schon an, und außerdem weniger schleichend. Was auch OK ist.

Also: Positiv ist, dass die Sache mit dem Alkohol recht stabil ist - selbst die Momente, in denen dir sonst nach einem Glas gewesen wäre, dies aber nicht eintritt, realisierst du mit einiger Verzögerung. Was einerseits prima ist, andererseits aber noch nicht vollständig gut: Weil der jeweilige Impuls zwar nichts bewirkt, aber offenkundig noch vorhanden ist.
OK, sagt die kluge Psyche, das ist ziemlich normal so, damit können wir umgehen - und wir wiegen uns nicht in Sicherheit, gelle?

Ich nicke zustimmend und ignoriere geflissentlich, was der analytische Verstand dazu sagt weil das momentan kein Beitrag ist. Auch, weil er im Groben lediglich bestätigt, was die Psyche schon dargelegt hat, nur mit viel mehr Worten und Fakten und so.

Was mich freut, sagt die liebevolle Psyche (und lächelt dabei), ist deine Vorfreude. Und dass du ein paar Mal nicht geraucht hast, in Situationen, in der das sonst ganz selbstverständlich gewesen ist. Und das ohne mir irgendwas zu versprechen. Schön.

Dreimal! wirft der analytische Verstand ein, heute ganze DREI mal! und verstummt unter dem strafendem Blick der Psyche. Die sich mir zuwendet, und meint: Es kommt nicht drauf an, wie oft. Wichtig ist, dass.
Und nach einer angedeuteten Kusshand fügt sie hinzu: Für den Moment ...

War klar, oder?

Um seinen Fauxpas vergessen zu machen, zählt der Verstand noch auf, was sonst noch alles gut gelaufen ist: Das mit der Wurst nur vom Metzger, insgesamt bessere Ernährung, mehr Bewegung und heute eine ganze Pause weniger auf dem (zum Teil schwergängigem) Weg in die Stadt. Solche Sachen eben.
Und dass dabei (dabei!) auch kein Leidensdruck zu konstatieren sei, und insgesamt alles ganz hoffnungsvoll ausschaut. (dabei! )

So ganz lassen kann er das nicht ... Also?

Dienstag, murmelt er. Dienstag, die Besprechung mit dem Arzt.
Wenn die durch ist und nichts vorliegt, dann will ich nichts gesagt haben.
Ist schon OK, flüstert die verständnisvolle Psyche - wir vergessen das, bis Dienstag. Und erinnern nur, wenn. OK?

Der Verstand nickt zustimmend, und damit wäre ich überstimmt. Also, wenn ich anderer Meinung wäre. Was ich nur kurz in Erwägung gezogen habe. Sehr kurz.
Nachtrag: Und ohne dabei an ein Getränk zu denken.

15.01.2021 Tag null

Gestern merkbar weniger geraucht, ohne Absicht/Vorsatz. Seltsam. Aber hübsch. Dazu hatte ich eine spannende Zeit im Netz, Recherche zu Kompostierung auf dem Balkon. Mit Regenwürmern.
Eine Investition von ca. 60€, die Pflanzerde und Dünger einspart, den Weg zur Biotonne erspart sowie den Verbrauch von Biotüten ...
Sinnfrei, sagt der Verstand, außer, du willst dich als Megaöko profilieren. Hmm.
Mal sehen, wie meine Profilierungsgelüste sich so entwickeln.
Im Winter müsste sowas in der Wohnung stehen, riecht aber angeblich nach guter Walderde. Was besser ist als nach kaltem Zigarettenrauch ...
Aber egal: Ich fahre jetzt los und erzähle später mehr.

Später ...
Es ist (falls es jemand wissen will) eine Sir John Basic 12 von John Aylesbury, dazu ein Britisch Blend vom gleichen Hersteller - und ich bin sehr zufrieden. Und werde noch zufriedener sein, wenn die Zähne fertig sind - bis dahin ist das Anzünden ein wenig lästig.

Der Tabak ist ein Glücksgriff: Schlicht, unaufdringlich, nicht zu sanft - und auf die 100 Gramm gerechnet nur 5,50 € (ziemlich genau 40%) teurer als das Drehkraut. Und in einer hübschen Blechdose verpackt, was meinen Sammlertrieb befeuert. Aber sowas von.
Die grad recht zufriedene Psyche vermerkt, dass ich zwar wahrnehmbar, aber keineswegs übermässig ungeduldig war nach dem Kauf - erst zu Hause die erste gestopft, und das auch mit einer Verzögerung, damit Pfeife und Tabak etwas warm werden konnten.

Nebenbei noch 7 Kilometer gewandert, der Tag hat einen guten Start.

Noch später:
Das beste, sagt die freundliche Psyche, ist der Umstand, dass du so ruhig wirst mit der Pfeife. Fokussiert. (Der Verstand grummelt was von Initial-Effekt und Erwartungskonditionierung und solchen Sachen, jaja ... und? Mit dem Tee hat das ja schließlich geklappt.)
Ziemlich genau das, was wir wollen.
Jetzt geht es halt darum, eben dies zur Gewohnheit zu machen, zum ISSO.

OK, der Impuls, nach dem Reinigen der Pfeife eine Zigarette zu drehen, der ist ... nicht das, was auf die Dauer so bleiben soll. Aber heute noch Ok, erstmal. Das andere schaltet sich ja nicht sofort ab ... das schleicht sich aus. Aber du merkst ja, die ruhige Dreiviertelstunde wirkt nach. Positiv, könnte so bleiben.

Ein Ziel, fürs Erste, könnte sein: In den nächsten zwei Wochen soviel weniger Zigarettentabak (nach Geldwert), wie der Pfeifentabak gekostet hat. Oder besser. Dem entsprechend eingekauft hast du ja schon ... gestern.
Ganz ohne Plan und Ziel und so.

16.01.2021 (mittags) Apothekenpreise

Ab Montag die Pflicht, FFP2-Masken zu tragen, im ÖPNV und beim Einkaufen. Folglich geschaut, was sowas kostet. Im Netz. Und dann, wegen der Lieferzeiten, in die Apotheke gegangen: Ich brauche so ein Ding am Montag, das schafft Amazon nicht. Oder nur mit horrendem Lieferkostenaufschlag.
Und dann war ich baff: Solche Dinger kosten in meiner Apotheke weniger (!!!1elf) als im Netz. Jedenfalls, wenn man die Angebote in G-Übersetzer-Deutsch ignoriert, aber selbst da ist der Unterschied marginal.
Ein Vorurteil weniger ...

Ok ... Es ist der zweite Tag der Rauchergeschichte, und der beginnt mit einer Rückblende. Auf gestern:
Gestern war insgesamt erfolgreich, spannend und produktiv, aber halt auch holprig, stellenweise. Was nicht eben verwunderlich ist.
Spannend: Das plötzliche dringende Bedürfnis, meinen Tisch (und Umgebung) aufzuräumen, damit das Ambiente zur Pfeife passt, die Feststellung, dass es viel besser riecht in der Wohnung, dass der Tee besser schmeckt ... und holprig, weil es ein paar Mal Anfälle von Aufbegehren gab, dringliches Bedürfnis nach Zigarette.
Was die hoffnungsfrohe Psyche zwar nicht grad besorgt gestimmt hat, das war wohl so zu erwarten, aber sie mahnte doch an, das alles nicht allzu leicht zu nehmen: Der Brocken ist größer als die Sache mit dem Alkohol.

Nun, gut - solange der C19-Hausarrest* gilt, ist das machbar - aber bevor Koffer, Theater und all das wieder läuft, sollte die Sache stabil sein. Was halt bedeutet, dass hier forciert werden muss ...
Also gut, sagte ich, dann forcieren wir halt. Ein Wenig.
Halt so, dass es eben nicht stresst, dass das Positive überwiegt. Plan? Plan!
Nur, wie das geht, das wissen wir beide noch nicht so genau ...
Aber egal, das findet sich.

Der Verstand sagt, ab Dienstag wird das alles besser, selbst, wenn es schlechte Nachrichten geben sollte - womit er nicht unbedingt rechnet. Weil selbst eine miese Gewissheit besser ist als Befürchtungen.
Fein! Er ist soooo positiv, manchmal.

Das Grundgefühl jedenfalls ist gut. Hat was von ˋnach Hause kommen ´ - nach längerer Abwesenheit: Es riecht noch etwas muffig, es müsste Staub gewischt werden, ja, aber es hat was sehr Vertrautes. Etwas, von dem man jetzt erst weiß, das man es vermisst hat.

Und auch schön: Die Teekampagne hat gemail, dass die Lieferung auf dem Weg ist. Dops.

* nein, kein angeordneter, keine Sorge. Ist halt nur alles zu, wo ich hinkönnte.

16.01.2021 (abends) Vulkantanzkurs

Die erste Herausforderung gleich nach dem Aufstehen: Wie immer Kaffee gemacht. Und nicht wie immer dabei eine gedreht. Aber auch nicht die Pfeife gestopft, sondern in großer Unentschlossenheit dies, das und jenes vorgeschoben.
Teilerfolg: Dadurch merkbar später überhaupt geraucht. Aber eine Zigarette. Die war viel weniger selbstverständlich, mit einer Tendenz zum Unangenehmen, einem Anflug von Widerwillen, einem Hauch Resignation ... kurz: Gnarf.

Die liebevolle Psyche meint, das sei schon ziemlich großartig, sie habe mit einem Vormittag auf die alte Tour gerechnet und zum Mittag hin mit einem ˋjetzt dann aber ´.

Der analytische Verstand vermerkt, dass es ein wenig zäh werden könnte, gleich früh die Pfeife zu nehmen, weil wir ja nur eine haben und die höchstens 3mal täglich in Betrieb genommen werden kann, sonst stinkt sie. Und dieser Monat würde sehr eng werden, wenn wir jetzt losfahren und eine zweite erwerben - abgesehen davon, dass wir uns dann mit einem Sonderangebot zufriedengeben müssten, anstelle der Wunschpfeife.

Hä? frage ich, Wunschpfeife? Aber ...

Verstand und Psyche schauen sich in seltener Eintracht an, und erklären: Ja. Weil, wir glauben dass das gut läuft und es wert ist, und letztlich billiger und gesünder sowieso, und die Geräte müssen ja ruhen und - die Schwester der deinen, die ˋNature ´, die gefällt dir doch?

Ich habe den Verdacht, dass die beiden sich abgesprochen haben. Die ganze Nacht darüber nachgegrübelt haben, wie … . Eine Verschwörung geradezu. Echt mal ...
Bevor ich mir einen Aluhut falte, frage ich lieber noch mal nach:
Und wie stellt ihr euch das vor? Logistisch, Kohlemässig, und überhaupt?
Ein ˋja, die gefällt mir, sehr ... ´ rutscht mir auch noch raus, was der harschen Anfrage etwas den Drive nimmt.

Tja, die beiden hatten einen Plan, und der schaut so aus: Wir bestellen die Nature jetzt, das dauert ja sowieso zwei Wochen, bis die da ist. Bis dahin rechnen wir aus, wie oft wir die Basic in Betrieb nehmen können und stellen einen Timer, der uns sagt, jetzt dürfen wir wieder. Dazwischen müssen wir leider mit Zigaretten vorlieb nehmen, und das Zeug dafür lagern wir außer Sicht, irgendwo im Vorratsregal.
Klingt schlüssig, das ... und ja, ich erkenne die keine Volte mit dem ˋleider´ durchaus, habe aber keine Einwände.

Zudem, sagt der Verstand, wird es eine Entlastung, wenn die Billigpfeifen ankommen. Und die liebevolle Psyche nickt aufmunternd dazu.

Und das mit dem Geld? frage ich noch zaghaft, aber der Verstand erklärt - etwas unwirsch - ˋman leistet sich ja sonst nichts, die Koffer hat noch mindestens einen Monat zu, echt mal - wo ist das Problem?´
Ich habe den Verdacht, dass die mutige Psyche da ihre Finger im Spiel hat, vielleicht bedroht sie ihn unauffällig mit einem Phaser oder so. Oder sie hat was gegen ihn in der Hand, Erpressung ...
Howauchever, das ist jetzt der Plan.
Und die Bestellung ist raus, und der Timer läuft und ganz nebenbei zähle … nein registriere ich die Zigaretten dazwischen und so.

16.01.2021 (nachts) somatisch-romantisch

Ja, Ok, zugegeben: Ich wollte das wohl so. Oder halt die liebevolle Psyche wollte, und ich war … bin einverstanden damit. Und der Verstand (der jede Manipulation seitens der Psyche vehement abstreitet) auch. Also.

Trotzdem, es fühlt sich grade an wie Glatteis. Wie ein frisch gesattelter Tiger, bereit zu einem wilden Ritt. Wie ...
Ja. Wie eine Inszenierung in der Art ˋwenn wir da reinfahren und das Gras hat sich einmal hinter uns geschlossen, gibt es kein Zurück´. African Queen. Und die mutige Psyche sagt ˋJa, ich weiß´, und Bogard erwidert ˋdann bestimme auch du, wo wir langfahren ´.

Hübsch, oder?
Der Verdacht, ich sei ein unheilbarer Romantiker, erhärtet sich zusehends. Und der analytische Verstand kann sich das süffisante Grinsen sparen, echt mal. Still jetzt!
Ich schaue mir einen Film * an, basta, und will nichts, genau gar nichts weiter davon wissen, klar? (hast du grade ˋLungentorpedo ´ gesagt?)
Und morgen, beim Kaffee, entscheide ich (und zwar ganz alleine!) dass es eine Pf... ob es eine Pfeife gibt, nach dem Frühstück. Oder eine Zigarette. Weil. Ich. Das. Darf. OK?
Immerhin ist das mein Boot. Nur, damit das klar ist, ja?

Die wundervolle Psyche lächelt dazu, und flüstert ˋich habe dir nie versprochen, fair zu sein - nur, dass ich mich um uns kümmern will´.
Und zugegeben: So ein Satz könnte von mir sein.
Also beruhige ich mich wieder und kümmere mich um die Maschine, während sie das Steuer übernimmt. So, wie es von Anfang an gewesen ist.

Sonst: Ich freue mich an dem Arrangement aus Keramik-Schale, Pfeife, Besteck und Streichholzschachtel. Steht exponiert im Blickfeld, auf der Tabaksdose und schaut gut aus. Der große Aschenbecher harrt einer neuen Aufgabe, wahrscheinlich als Vogeltränke, weil ein deutlich kleinerer seinen Job übernommen hat.
Ganz schön viel geschrieben, heute …
In den ruhigen Momenten ist alles schön, und die unruhigen werden seltener. Und die freundliche Psyche hat den Ankauf eines einzelnen, dafür hochwertigen Bieres genehmigt. Als Belohnung - und um rauszufinden, wie es damit so geht.


* irgendeinen Klassiker in Technicolor, denke ich. Eben.

17.01.2021 (morgens) manchmal ist es einfach so sch…limm

Da muss man mit klarkommen. Isso.
Gestern Abend war es der Umstand, dass eine neu gekaufte Konserve (Fisch) undicht war und demzufolge auch nicht so richtig konserviert. Was bei der Entdeckung dieser Faktenlage gleich eine Teil-Putz-Aktion nötig gemacht hat. Gnarf.
Gut daran war, dass ich mich kein Bisschen aufgeregt habe darüber. Immerhin.

Das gute Bier war schon gut, ja - aber nicht so gut, dass das eine Wiederholung wert wäre. Mehr so ˋkann man mal machen, vielleicht zu Hochfesten oder runden Jubiläen ´. Und eher ein 0,33ger, der halbe Liter war zu viel.
Die liebevolle Psyche sagte dazu nichts, war aber hocherfreut. Schön.

Und heute morgen war es eine Pfeife zum Frühstück.
Hat ein klein wenig geholpert, die Entscheidung, und der eingeschliffene Ablauf passte natürlich gar nicht, was dann bewirkte, dass der Entspannungseffekt deutlich geringer war - aber egal. Insgesamt war das gut so, und Rituale lassen sich umstricken.
Ich muss nur beachten, dass ich dann etwas länger brauche in der Früh - nichts mehr mit ˋminute man´. Eine gute 3/4 Stunde wird nötig sein, besser eine Ganze, bevor ich das Haus verlasse. Also, in Zukunft.
Aber so oft habe ich ja keine Termine vor dem Mittag. Außer morgen, da geht es um 9:30 zum Arzt, Blutprobe abnehmen lassen. Aber egal: Da soll ich ja ungefüttert erscheinen, ohne Milch im Kaffee ... und kann auf dem Rückweg beim Metzger reinspringen.

Nebenbei: Den Kaffee in einem Vorratsglas zu lagern und ein kleines Gebrauchsglas in der Küche zu haben, war eine weise Entscheidung: Beim Nachfüllen des zweiten immer ein frischer Geruch. Lohnt den Aufwand, das. Und möglicherweise spare ich durch weniger Verbrauch/Ersatz durch Tee so viel ein, dass besserer Kaffee in Reichweite ist, finanziell gesehen. Das soll der Verstand mal eruieren, ist schließlich sein Fachgebiet. (Die schleckermäulige Psyche dopst* schon bei dem Gedanken.)

So, und jetzt gehe ich runter in die Stadt, einen Freund besuchen. Rund sieben Kilometer, auch schön. Die Pfeife nehme ich nicht mit, das taugt mir grad nicht so. Auch, weil ich dafür so gar keine Logistik habe aber hauptsächlich, weil das Teil zum ˋZuhause ´ gehört, rein emotional.


* Dopsen: Verb, abgeleitet aus dem Namen eines Smilies in meinem Lieblingsforum. Bedeutet: Mit dümmlichen Grinsen fröhlich auf und ab hüpfen / Ausdruck von Freude. Wird gern im Erikativ verwendet: Dops!

17.01.2021 (abends) easy like a sunday evening

Ein guter Tag!
Ok, ich hatte die Pfeife ja nicht dabei und deswegen mehr Zigaretten geraucht als sonst (gestern ...), und ich habe eine Schachpartie abgebrochen, wegen Konzentrationsbäh, und … sonst war alles gut.
Gute und spannende Gespräche, guter Tee, gute Laune.
Und beim Heimkommen war der Geruch der Wohnung deutlich besser als früher. Geht erstaunlich schnell, sowas.

Morgen das frühe Aufstehen … naja, ich sage mal so: Es ist früh, es gibt keine Milch im Kaffee, keine Butter und da ist es dann eh schon egal. Eine hektische Pfeife wird es jedenfalls nicht. Folglich eine Zigarette, es sei denn, die treusorgende Psyche weckt mich eine Dreiviertelstunde vor dem Wecker (weh dir! weiche!).

Erkenntnisgewinn: Die neuen Gewohnheiten werden wohl kompatibel zum gesellschaftlichen Leben sein - wenn es dann erst mal Gewohnheiten sind. Was das Pfeiferauchen angeht, setze ich einige Hoffnung auf die chinesischen Billigdinger - die (nach Angaben anderer Käufer) ein deutlich kleineres Brennraumvolumem haben, also ˋzwischendurchgeeignet´ sind. Also, wenn sie überhaupt taugen.
Sonst könnte das noch ein wenig zäh werden, fürchte ich.
(seltsamerweise fürchtet die überraschend zufriedene Psyche an dem Ende gar nichts, was dafür spricht, dass sie bereits eine Idee dazu hat. Hmmm.)

Der analytische Verstand hat zwischendurch ausgerechnet (er besteht auf der Formulierung ˋgrob überschlagen ´), dass das derzeitige Komsumverhalten bezüglich Rauchen kostenmässig ein klein wenig im Plus landet, also bei ˋrecht viel´ anstelle von ˋecht zu viel´. Was ok ist, weil die absolute Menge an Tabak um ein sattes Drittel sinkt - den zusätzliche Effekt von ˋnicht-auf-Lunge´ wagt er nicht zu beurteilen. Hüstel.
Mittelfristig (sagt er) sieht er durchaus noch Potential: Immerhin haben wir uns jetzt einen Tabak aus dem untern mittlerem Preissegment ausgesucht, aber der eine oder andere aus dem höheren unterem klingt durchaus vielversprechend. Wäre dann halt nicht mehr in der hübschen Blechdose, aber ... naja, egal. Oder?

Die verständnisvolle Psyche sagt dazu, dass es doch völlig Ok wäre, normalerweise auf den Preis zu achten (entsprechende Qualität mal vorausgesetzt, bla …), und ab und zu etwas mehr zu investieren für ein besonderes Erlebnis und eine hübsche Dose. Oder?
Der Verstand lehnt sich im Ohrensessel zurück, stopft die Pfeife nach und meint ˋalso immer eine 200ter Britisch Britisch Mixture und eine 100ter ... besser und gut bedost? Jaaaa ... wäre Ok. Sehr Ok, wenn das einmal im Monat ginge.

Mir ist erst nach einiger Zeit aufgefallen, dass der Mistkerl ganz nebenbei die Menge gegenüber dem Jetztzustand halbiert hat ... aber da hatte ich schon zustimmend genickt, verdammte Axt. Auf diesen Kerl muss man echt aufpassen.
Die liebevolle Psyche tätschelt meine Hand, und deswegen rege ich mich nicht auf. Und sie sagt ˋnicht gleich, aber perspektivisch´, und lächelt und es ist Ok so.
Ich hege den Verdacht, dass die beiden sich da abgesprochen, geradezu eine Verschwörung angezettelt haben, und … eigentlich ist das gut so.
Mit dieser Idee wären dann auch die beiden guten Pfeifen innerhalb - naja, eines Vierteljahres, so ungefähr (Verstand sagt, 10 Wochen) bezahlt. Und … (freudig strahlende Psyche flötet ˋdann wäre dieses gaaaanz wunderhübsche Gerät da aus dem Schaufenster in Reichweite - noch dieses Jahr´) und ich denke, lieb ist das, aber (ˋOder zum 60. ein neues iPad?´)
Ach, ich geb´s auf. Ja. Ja, gut, das ist der Plan, er ist sinnvoll, das machen wir so. Brief, Siegel und alles. Perspektivisch, wohlgemerkt. Ohne Zwang und so. Wenn und dann weil ich will. Ok?

ˋBrexitabkommensmässig´ grinst der Verstand.
Manchmal möchte ich ihn ja erschlagen ...

18.01.2021 (vormittags) morning has broken

Die Morgenroutine war ... naja, bäh, igitt. No milk today und früh und gnarf und alles, demzufolge Zigarette. Und die FFP2-Maske nervt, röchel, sitzt nicht richtig und aaarghhgrmlbrml.
Und es ist erstaunlich, wie versifft der Tisch aussehen kann, nach so einer Nacht - wobei der nicht ausgeleerte Aschenbecher sich harmonisch in das Gesamtbild einfügt und allein die Pfeife in ihrem Schälchen deplatziert glänzt.

Aber die Leute in der Arztpraxis sind kompetent, freundlich und flott, sogar flexibel (Zusatzprogramm: EKG und Lungenfunktionstest), und das hat schon gepasst.
Rückweg via Metzger, und ich habe jetzt eine Kundenkarte (2% Nachlass) und ... ja. Passt alles, soweit, und nachher geht es weiter mit dem Beißwerkzeug. Und es gab keinen Drall zum Alkohol, was mich jetzt doch fast wundert - gut, das.

Mit dem Rauchumstellprogramm geht es auch weiter (Pfeife brennt schon). Gestern und heute früh waren da ein Rückschlag, aber auf hohem Niveau - zum Glück war ich dem Plan ein Stück voraus, liege deshalb jetzt wenig hinterher und kann das problemlos aufholen. Wenn alles gut geht. Klar.

Ein wenig … nun, ausgelaugt fühle ich mich grade, und die Idee, zur Zahnärztin zu laufen, habe ich verworfen - obwohl der Gedanke an Ubahn mit FFP2 so gar keinen Reiz ausübt. Mal schauen, vielleicht der Rückweg … oder eine Runde durch den Park. Oder so.

18.01.2021 (abends) as time goes by

Zahnarzt. Ich war ja gewarnt: Das Zahn-Abdruckzeug schmeckt lt. Ansage eines Klienten nach altem Autoreifen. Ich konkretisiere das: Es mundet nach einem vorwiegend auf kalkigem Rollsplitt abgefahrenem 78ger Continental, Sommer Edition, mit einem Hauch überfahrener Katze im Abgang. Ärks.
Das verbannte dann die FFP2 an UBahn doch auf den zweiten Platz in den Mussdenichhaben-Chats. Obwohl - beim Abdruck war M. in der Nähe, in der UBahn ... nicht. Überlege, das Ranking noch zu ändern.
Habe die letzte Iboprophen eingeworfen, die stammt noch aus der Packung vom April. Der Verbrauch war schon recht hoch letztes Jahr. Zähne, halt. Gnarf.

Morgen Arzt-Date, Ergebnisse besprechen, Haut-Screening (Memo: vorher Baden und so), solche Sachen eben. Das schlimmste wird wohl wieder diese Maske. Weil, Darmspiegelung braucht Vorlauf, alle Arten von OP ebenfalls - also, was soll da noch kommen?

Nachbarin brachte ˋüberzähliges ´ Abendessen an die Tür, und gab eine (kleine) Bestellung für den Einkauf morgen auf. Fisch, Kartoffeln und Dill-Rahm-Sauce. Schön.

Verstand und Psyche sind heute erstaunlich still, was auch OK ist - und das … Andere hat sich nicht mehr blicken lassen. Natürlich.
Heute habe ich sowieso keine Zeit für sowas, muss Schlaf nachholen. Gähn.

DHL schreibt, der Tee kommt morgen. Wahrscheinlich im Morgengrauen, oder wenn ich beim Arzt bin. Das muss so. Karma, oder sowas. Möglicherweise auch eine Verschwörung, irgendwelche Leute, die die Weltherrschaft erringen wollen durch Paketzustellzeitenmanipulation. Funktioniert sicher besser als Chemtrails oder GGGGG. (Keine Ahnung, wofür die Abk. 5G steht, sorry. Geringe GeistesGaben Gegen Gottweißwas, vielleicht? Umgekehrt wäre besser: Gott weiß was gegen geringe Geistesgaben - kein Wunder, dass die Aluhüte protestieren, würde ja ihr Geschäft kaputt machen.)

Grade stelle ich fest: Ich besitze einen Stuhlprobenfänger. Das heißt so und dient … eben. Sachen gibts, die gibt es gar nicht.
Howauchever, ich bin echt müde, und obwohl es lustig ist mit Übermüdung komisches Zeug zu schreiben, gehe ich jetzt ins Bett.

See you later. Much later (back to the future I)

19.01.2021 Morgenstund

Ausgeschlafen, bis der DHL-Mann geklingelt hat (zu ziviler Zeit!), Frühstück mit Pfeife, entspannt. Dann den Tee von der Nachbarin im EG geholt, weil, klar: In den dritten Stock rauf spart man sich gerne. Pech für den DHL-Mann, weil, das Trinkgeld bekommt er so nicht.
(Kann er ja nicht wissen, tut ihm deswegen wohl auch nicht weh.)

Zwei Kilogramm, die Hälfte Darjeeling, die andere grüner Assam - nach derzeitiger Schätzung fast ein Jahresvorrat. Für 55€ (inklusive Versand). Und eigentlich gratis, wenn ich die Einsparung beim Kaffee gegenrechne.

Ach ja, Einsparung: Wie es aussieht, liegt der Konsum beim Pfeifentabak ˋautomatisch´ in einem Bereich, der finanziell völlig OK ist: Derzeit halten 100g wahrscheinlich 2 Wochen vor, bei zwei Pfeifen also 150g/2Wochen (weil ich derzeit das Ding 4 mal am Tag anzünde, wenn die zweite da ist jede nur 3 mal - das passt so in den Tagesablauf und ist suchtmässig sehr OK).
Bei dem niedrigsten Preis (ohne Belohnungsdose) wären das 45€/Monat, mit Belohnung ca 50€. Also deutlich weniger als vorher für Zigaretten. Und schöner.
Ich denke, ich werde mit einer Belohnungsdose starten, aber die nächste nur dazunehmen, wenn die ˋZusatzzigaretten ´ jeweils weniger waren als im Vormonat. Damit ist dann in absehbarer Zeit zigarettenfrei ˋdrin ´, ohne Druck aber mit Belohnungen. Und, wenn das bis Ende Mai eintritt, ist die große Belohnung zum 60.sten auch drin.

Als ich ein Kind war, hat sowas bei mir gar nicht funktioniert: Wenn du brav deine Hausaufgaben machst, bekommst du einen Kaugummi, und so. Dabei habe ich mir das Kaugummikauen abgewöhnt. Ziemlich flott.
Doof war, dass niemand den umgekehrten Deal Ok fand ...

Und, ach ja: In Rücksprache mit der liebevollen Psyche stelle ich den Bericht über die dunkle Nacht nicht ein - wir finden beide, dass das Thema zurückgestellt werden soll. Irgendwann dann, wenn es dran ist, greifen wir das auf, bis dahin lagert der Text im Archiv.

19.01.2021 (abends) Uhu

Zunächst mal: Es gibt momentan 97 Kilo Uli, also unter Hundert. Was so einigermaßen Ok ist, bei 187 cm Gesamthöhe. Erstmal.
Ob der Alkoholverzicht und weniger Wurst da schon Folgen gezeitigt haben, kann ich nicht sagen, weil ich vordem schlicht nicht gewogen worden bin. Gefühlsmässig ein eindeutiges ˋkann sein ´. Oder auch nicht.
Aber es fühlt sich Ok an, sonst interessiert mich das eher nicht.

Einkaufen war ich auch, und habe - versuchsweise - einen Fairtrade-Kaffee mitgebracht - dieses Allerweltssiegel, als Kompromiss. Kostet nicht ganz das Doppelte von dem (bisher) normalen Stoff, und wenn das geschmacklich passt, ist das ein Beitrag. Mindestens zu meinem Wohlbefinden. Man ist ja gern ein guter Mensch ...

Morgen ist früh aufstehen angesagt, bei einer Entrümpelung helfen. Was bewirkt hat, dass ich - ohne Wanderung - einen Billig-Zigarettentabak gekauft habe. Naja. Ok. Aber das timing war diese Woche einfach kaputt, mit der Sonntagnacht, das verbuche ich jetzt unter Nach- und Nebenwirkungen. Nicht als Bruch, nicht als Niederlage. Eat this!
(Ok, ich rauche heute auch mehr, bin wohl doch nervös … Arztgespräch um 17:00 … . Trotzdem.)

Später: Der Doc sagt, dass die Maschine noch taugt - aber der Blutdruck etwas hoch ist, das ˋgute ´ Cholesterin etwas wenig, und die Schilddrüse lahmarschig. Ok, soweit.
Demnächst mal eine 24-Stunden-Blutdruckmessung, und je nach Ergebnis Medikamente. Wenn die Zähne fertig sind mehr Karotten, und das mit der Schulddrüse schauen wir dann noch mal an.

Außerdem: Der Doc ist ein Glücksgriff.
Macht so esoterische Sachen wie ˋZuhören´ und ˋErklären´. Und das noch auf unterhaltsame Art.
Dops

20.01.2021 Treppentraben

Ja, es war eine gute Idee, L. beim Ausräumen seiner Wohnung zu helfen. Wirklich. Ein paar Stunden Bewegung, Zeug hin und her tragen, nichts wirklich Schweres. Dabei in angenehmer Gesellschaft, Kaffee zwischendurch und überhaupt: Gelungen.
Das iTelefon sagt, 5 Kilometer gelaufen in sehr moderatem Tempo und dazu 8 Stockwerke erklommen, inklusive Heimweg. Passt.

Ebenfalls eine gute Idee schien es zu sein, danach noch die Wäsche zu waschen, weil, dann ist übermorgen alles frisch und trocken und das WE startet sauber und so. Nur ...
Zwei Maschinen Wäsche bedeuten halt auch 9 zusätzliche Stockwerke ...
Und dazu sagte das linke Bein dann: Gib mir ein ˋA´, gib mir ein ˋU´, gib mir ein Aspirin und mach das nicht noch mal. Sonst.

Wobei, es ist ja besser geworden in den letzten Wochen: Die Tagesschrittzahl im Mittel verdoppelt, die Abstände zwischen den Sitzbänken bei längeren Strecken um die Hälfte vergrößert, und das ohne große Anstrengung. Also, ohne mentale solche. Läuft einfach.
Nur, übertreiben geht halt immer noch recht einfach. Doof.

Aber na gut: Einmal noch in den Keller, die zweite Ladung Wäsche holen, und dann ist es gut. Für heute und morgen: Einkäufe sind erledigt, Termine stehen nicht an, alles ist so gut wie möglich. Also ... sobald das Aspirin wirkt. Aber dann.
Vielleicht kaufe ich mir noch einen Film, Marathon Man böte sich an … .

(Als ich wieder oben war, servierte die zufalls-generierte Playlist ˋstairway to heaven´. Das Universum hat eine recht seltsame Art von Humor, manchmal.)

Sonst: Logischerweise war während der Räum-Aktion Pfeifenpause - so weit bin ich halt noch nicht - und deshalb Zigarettenzeit. Also in der ersten Woche zwei ... Aussetzer.
Trotzdem: Nur halb so viel Zigaretten wie in den Wochen zuvor, das ist immer noch sehr Ok. Anders ausgedrückt: Der Pfeifentabak ist schon fast ˋbezahlt ´, und noch nicht mal zur Hälfte geleert. Ab Sonntag in der ˋGewinnzone´, und das ist ziemlich sehr gut - ich dachte, den ersten Monat mit Null abzuschließen. Mit Anstrengung.
Pfeifenkauf natürlich nicht gerechnet …
(Grob überschlagen: Die Teile würden sich in ca 5 Monaten ˋrechnen ´, wenn der Konsum so bleibt wie in dieser Woche. Wovon ich nicht ausgehe.)

21.01.2021 zurück. In die Zukunft.

Gestern eine Mail bekommen, Anfrage der Theater-Musiker, ob ich die Setlist für den Goethe noch mal schicken könnte. Weil, die beiden proben dies und das und eben auch für unser Stück. Also, wenn sie die Liste haben.
Und das war ... intensiv. Weil ich sowas von gar nicht an das alles gedacht habe in letzter Zeit, und wenn, dann voller Zweifel. Ob wir das fertigstellen und aufführen können, nach so langer Zwangspause. Ob ich das kann. Mal abgesehen davon, ob die Truppe weiterhin mitmacht, oder sich deren Leben wegentwickelt hat. Solche Sachen eben.
Ich habe dann etwas gebraucht, um das klarzukriegen. Und dann war es schön. Irgendwann ist ˋdanach´, und dann fangen wir wieder an, mit allem. Also ... außer mit dem Alkohol und so, klar, aber halt mit dem Wichtigen.

Sonst: Der Verstand vergnügt sich damit dies, das und jenes auszurechnen und zu analysieren, und besteht nebenbei darauf, ab und zu Blockout zu spielen. Das ist so ein Denkspiel ...
Die fröhliche Psyche summt ab und zu ein bisschen vor sich hin, offenbar geht es ihr gut und sie hat keinen Redebedarf.

Außer Kleinkram: Ein kurzer Dialog um die Frage, ob ich ein neues Sparpaket Blättchen kaufen, oder für das gleiche Geld weniger erwerben soll. Antwort war: ˋEgal. Nimm die Gewohnten, den Rest verschenken wir dann.´ Nun, gut … . (Der Verstand ist ein wenig enttäuscht, dass niemamd wissen will, ab welchem Tages-Nichtkonsum welche höherwertigen Blättchen drin wären. Und dass ich jetzt nicht Numbers installiere, um das exakt zu bestimmen.)

Wir wissen beide, dass es noch mehr Themen gibt, aber die laufen ja nicht weg und jetzt ist erstmal wieder Ruhe angesagt.
Neues zu Gewohnheit werden zu lassen ist ein unspektakulärer Prozess, da gibt es wenig zu berichten. Ab und zu vielleicht neue Erkenntnisse, oder eine andere Sichtweise auf Bekanntes, Ok, aber halt nichts ˋGroßes´.

Und eben deswegen gibt es in nächster Zeit wohl weniger Einträge hier. Bis es halt wieder spannend wird.

SylA, Uli

Nachtrag:
Grade lese ich auf der Verpackung meiner neuen Lieblings-Schokolade (Zartbitter, Schweizer Fabrik), dass da drin ˋKakao aus Nicht-EU-Länder´ verarbeitet ist. Und frage mich jetzt, ob es anderen auch gibt - irgendwelche Übersee-Departements vielleicht?
Eben. Genau das meine ich mit ˋnicht so spannend´.

Notizen 21.01. - 23.01. 2021

Aufräumen. Ein echtes Lieblingshobby.
Offenbar habe ich über einen längeren Zeitraum das eine oder andere vernachlässigt. Und, ärgerlich, auch Dinge verlegt.
Nun gut, ich habe eine Ahnung, woran das lag. Und das ist schon Ok so, denke ich mal. Nur, jetzt ist es halt dran, und es ist viel, und mir gehen die Ausreden aus, außerdem.
Trotzdem: Nachdem ich Papiermassen gesichtet und entsorgt und eine Runde mit dem Staubsauger absolviert habe, gibt es eine Wanderung in die Stadt. Lotto, Tabak, Blättchen, Frischluft und Bewegung.

Jetzt sind 550 Blättchen Zigarettenpapier hier. Mit Glück die letzten.
Dazu 3,5 Kilometer in 45 Minuten gelaufen, Wochenschnitt damit jetzt schon besser als Vorwoche. Ok.

ˋmens sana ´ zitiert die freundliche Psyche zwischendurch, einfach so. Also, beim Hausputz. Warum auch immer, wahrscheinlich was kosmisches. Oder kosmetisch?

Eine tiefe Schneise geschlagen in die Unordnung (hat da grade jemand Entropie gesagt?), ging schon an die Substanz (Altlasten). Zufrieden, obwohl morgen Teil 2 (von ?) dräut.
Nach dem Wandertag.

Allgemeinzustand: Deutliches Gespür dafür, was ˋdepressiv ´ bedeutet. Weil nah dran. Der Verlust durch Unordnung hängt etwas nach (Dinge an todsicheren Orten aufheben ist doof.)

22.01.

mstndvrflcht. Musste Wandertag ausfallen lassen, Bein mochte mich nicht. Gar nicht. War wohl ein Fehler, gestern noch mal in die Stadt zu laufen, nachdem Mittwoch schon gut anstrengend gewesen ist.
Um Zwei wieder aus dem Bett, schlafen ging trotz Aspirin nicht, und Tee gemacht. Hoffe, dass zweite Aspirin hilft.
Müde und Aua sind keine guten Gefährten, untereinander nicht und mir gegenüber schon gar nicht.

Noch ein Spar-Faktor: In einer Woche anderthalb Schachteln Streichhölzer verbraucht. Billiger als die Zündsteine für das Feuerzeug, von Ersatzdocht mal ganz zu schweigen.

4:00. Versuche es noch mal mit der Nachtruhe. Gnarf.

4:55. GNARF!

14:45 … immerhin fast ganz schmerzfrei. Dieser Freitag macht keinen Spass.

17:00 … aber der Tag verläuft ruhig, und es ist vielleicht gar kein Fehler, Auszeit zu haben. Hmm. Am Ende steckt da doch wieder die geliebte Psyche dahinter? Oder findet sie das jetzt nur nützlich, nach zwei aktionsreichen Tagen? Hmm …

Die erste Billig-Pfeife ist angekommen. Und leistet, was man für 2€ eben erwarten kann: Nicht viel.
Aber Ok: Anstatt eine schnelle Zigarette zu rauchen eröffnet das Teil die Option auf eine schnelle Pfeife, und das ist gut. Zudem beantwortet sie die Frage, ob solch kleine Geräte tauglich sind - mit ja.
Dieses Format in etwas ansprechenderer Qualität wäre ein echter Beitrag, und wenn das Ding ˋdurch ´ ist, steht sowas auf der Wunschliste.

Ebenfalls damit klar: Die guten Pfeifen bleiben daheim. Es braucht eine Lösung ˋfür unterwegs ´, und die könnte eben so eine kleine Pfeife sein. Mal sehen, wie sich die andere machen wird, die demnächst wohl auch eintrifft. Wegen der anderen Konstruktion könnte die Vorteile haben.
(es gibt eine gute Shagpfeife, die mir gefällt, für 20€. Auf der Wunschliste ...)

Test: O,2 l Sekt, mittlere Qualität. Mir war danach - also, nach ˋTest´.
War OK, kein Widerwillen, aber auch nicht mehr.
Merkbarer, aber weder unangenehmer noch spassiger Effekt. Kann, muss aber nicht - eine Sache für Anlässe, da bestimmt nett. Nicht für Alltag.
Offenbar ist die Sache recht stabil, und braucht keine zwanghafte Voll-Enthaltsamkeit. Was ich für gut so halte.

23.01.

Offenbar hat sich das timing mit der Pfeife schon eingespielt: Die ˋRuhezeit ´ (2h) braucht keinen Wecker mehr. Und das ˋZwischen-Bedürfnis ´ wird geringer. Mit der zweiten guten Pfeife könnte das fast ganz wegfallen. Erfreulich.

Suche noch je einen guten, nicht eingebeutelten Kräuter- und Früchte-Tee. Hmmm. Nächste Woche mal zum Stadion pilgern?

Ob ˋAbsturztage ´ wohl dazugehören? Und wenn ja, könnten wir uns darauf einigen, dass ˋdepressiv´ (leicht, womöglich) reicht und zusätzliches Aua nicht sein muss? Ich frage ja nur aus Interesse …

Weiter mit Aufräumen.

Das nächste Experiment angesetzt: Keinen Zigarettentabak gekauft. Was bedeutet, der wird irgendwann am Sonntag zu Ende, und nur auf langen, kalten Wegen durch die finstere Nacht an unheimlich anmutenden Tankstellen recht teuer zu beschaffen sein - oder eben nicht.

Küchentipp: Wenn dein selbsterfundenes Rezept irgendwie seltsam schmeckt und du weißt nicht, warum, dann tue ordentlich Maggie dazu. Dann weißt du, woran es liegt. Immerhin.

Stress am Horizont, mit Unwetterpotential. Die liebevolle Psyche sagt, genervt sein können wir, wenn es soweit ist. Könnte ja auch gut gehen, das alles.
Machmal ist sie schon putzig, gelle?

Teil 4 Rauchen, die Zweite

24.01.2021 Jubiläum!

Vor genau zwei Monaten haben wir (die wohlmeinende Psyche und ich) angefangen, diesen Blog zu schreiben. Acht Wochen … viel passiert in dieser Zeit. Darauf keinen Durjadin!

Eigentlich wollten wir erstmal eine Pause einlegen, Dinge sich setzen lassen und so, und ein paar Voraussetzungen schaffen für weiteres, aber:

Das Experiment von gestern brachte Ergebnisse: Die Entscheidung, keinen Tabak zu kaufen, bewirkte erstmal ein sehr viel dringlicheres Bedürfnis. Mit der Folge, dass schon vor Geschäftsschluss abzusehen war, dass das nicht reicht. Nicht mal für den Rest des Tages.
Irgendwie eine Art Erpressungsversuch, das. Und entsprechend reagierte ich eher negativ. So nun mal gar nicht! Und bin nicht losgetigert. Ätsch.
Was den Abend dann etwas zäh hat werden lassen, zugegeben. Egal: Ich hab´ mir nie einen Rosengarten versprochen. Nicht in dieser Sache.

Ich frage mich, ob die treusorgende Psyche dahintersteckt ... ist aber egal, es läuft auf das Gleiche raus: Ich bin schwer genervt. Von dieser Sucht, der hinterfotzigen. Von dem Umstand, dass das ein Haufen Aufwand, Dreck, Kosten, Gestank und Schadenspunkte macht - und nicht mal das einbringt, was es sollte. Entspannung, slowdown, all das.

Das, was die Pfeife tut, ja, gradezu erzwingt: Hektik und Unachtsamkeit bestraft das Teil sofort mit Brennen auf der Zunge. Nur, wenn man das hinbekommt, entfaltet der Tabak eine Belohnungswirkung.

Ja, ich unterscheide da: Es geht mir nicht um den Nikotin-Entzug, sondern dezidiert um die Art und Weise. Um den Effekt, den Zigaretten eben nicht (mehr?) haben. Und dafür ist das zu teuer, in jeder Hinsicht.
Kein Stück mehr. Aber auch keines weniger.

Die ein wenig besorgte Psyche fragt, wie wir jetzt damit umgehen - und ehrlich, ich weiß es nicht. Aber der Widerwillen gegen Zigarettentabak und -Einkauf ist grad recht hoch. Der analytische Verstand sagt, dass es geschickter gewesen wäre, diese Verfassung in einer Woche oder so zu erreichen, weil … und … außerdem, und ich starre ihn an und versuche, nicht zu brüllen.
Das weiß ich doch alles selber! Und?

Tja. Et helpt nit. Wir sitzen auf unseren Tiger und der rennt. Festhalten!
Die liebevolle Psyche kuschelt sich an und hat sowas von gaaarkeine Bedenken, der Verstand murmelt ˋwat mut, dat mut´, und los gehts.

Timing ist was für Leute, die Zeit dafür haben.


24.01.2021 (Nachmittag) the day after.

Gestern Nacht war sie dran, die letzte Zigarette.
Einfach so, ohne irgendwelche Momente der Andacht oder ähnlichem. Das war es mir nicht wert. Den Aschenbecher ausgeleert, das Feuerzeug vom Tisch verbannt, gelüftet, das war es schon.
Und jetzt ist … morgen.
Es haben schon Tage schlimmer angefangen als dieser. Kaffee, Pfeife, keine Pläne für den Tag … Ok.
Und niemand in Reichweite, der mir (oder dem ich) auf den Nerv gehen könnte. Manchmal gar nicht verkehrt, das. Glaube ich.
Der Zorn von gestern Nacht ist verflogen, recht gut geschlafen habe ich auch, und, naja: Das wird schon.

Zur Heldin des Tages entwickelt sich die kleine chinesische Pfeife: Die fängt an, aus dem Leim zu gehen (echt miese Verarbeitung, das!), rettet aber über die Momente, in denen es schlimm wird.
Sie wird diese Phase wohl nicht überstehen ...

Den letzten Kaffee aus dem Vorratsglas in das Benutz-Glas umgefüllt, irgendwann demnächst ist der Fair-Stoff dran. Bin gespannt ...
Dabei zeigte sich der Entzug: Ein wenig verschüttet. Unkonzentriert.

Selbst wenn der Verbrauch an Pfeifentabak sich gegenüber der Vorwoche verdoppelt ist das billiger als der bisherige Zigarettenkonsum. Sogar dann, wenn ausschließlich die hübschen Dosen gekauft werden.

Wenn die gute Pfeife brennt ist alles gut. Hält halt (noch) nicht lange genug vor, aber im Prinzip sehr Ok. Wäre die zweite Gute schon da, wäre der Tag einfacher - andererseits, dann hätte ich das nicht so genau mitbekommen. Keine Ambitionen, zur Tankstelle zu pilgern, gut. (Zugegeben, das Schneetreiben hilft ein wenig …)
Zusätzlich starker Tee, lange gezogen - soll ja beruhigen.

Die liebevolle Psyche sagt, wir könnten spazieren gehen. Eine Runde um die Hardhöhe. Den Müll gleich wegbringen, frische Luft, Bewegung - und so. Und wenn ich Bedenken hätte, dass ganz plötzlich eine Tankstelle in den Weg springt, sollte ich einfach den Geldbeutel zu Hause lassen. Aber sie meint, das sei gar nicht nötig, das könnte ich auch ohne Netz und doppelten Boden.

Etwas über eine halbe Stunde und 2,5 Kilometer später.
Der analytische Verstand grinst ein wenig ob des Umstandes, das 15 Minuten im Schnee zum Zigarettenkaufen bäh, aber mehr als das Doppelte ohne irgendein Ziel schön sind.
Nun, nicht ohne Grund hat er sechs Jahre in Folge den silbernen Dreibast* gewonnen.
Außerdem hat er beim Losgehen darauf hingewiesen, dass es völlig ausreicht, die FFP2-Maske daheim zu lassen, und so konnte ich den Geldbeutel mitnehmen. (Keine einzige Tankstelle hat mich überfallen.)


* die zweithöchste Auszeichnung des planetaren Zynikerverbandes.

24.01.2021 (Nacht) geht so ...

Es war ein guter Plan, die Gewohnheits-Änderung vom Nikotin-Entzug zu entkoppeln. Beides auf einmal wäre nicht gegangen.
Und mit der Reduzierung bin ich zufrieden, erstmal.
Morgen bekomme ich eine Alt-Pfeife geschenkt, was ziemlich zur Entspannung beiträgt: Das China-Teil liegt seit den letzten Zügen in eben diesen. Der Holm löst sich, und das Holz verkockelt zusehends. War trotzdem Ok, für heute. 2,29€ ... ich habe schon mehr Geld für Dümmeres ausgegeben.
(Für den Rest des Tages Notreparatur mit etwas Alufolie. Pfusch, aber das beherrsche ich ja gut. Aber noch ein Baustein für den Ärger über Sucht.)

Spannend wird es, Leute zu besuchen, die selber rauchen. Nichtraucher besuchen war nie ein großer Akt, da raucht man dann halt nicht - der Unterschied wird dann nur, das auch nicht auf dem Heimweg gequalmt wird. Sondern erst daheim. Eine halbe Stunde später, im Mittel. Und Dank Corona stellt sich das Problem ˋKneipe ´ ja vorerst nicht, das wäre momentan wohl eher hart.

Die liebevolle Psyche schlägt vor, morgen zur Belohnung einen wirklich guten Tabak in einer hübschen Dose zu erwerben. Ohne auf das Kleingeld zu achten. Wir wollten ja sowieso schauen, ob der angestammte Tabakladen passendes Pfeifenkraut bestellen kann, und das wäre doch eine Gelegenheit ...
Die Barschaft gibt das her, weil ja bislang noch Zigarettenzeug für sechs Tage einkalkuliert war. Und nein, sagt sie, dass ist jetzt nicht, damit das Geld weg ist und deshalb ein Rückfall unangenehm teuer wird.

Aber eigentlich braucht es grade keine Belohnung, nicht so dringend jedenfalls: Es fühlt sich richtig an. Nicht einfach, aber richtig.
Was bedeutet, dass eine Krise möglich, sogar fast wahrscheinlich ist, sagt der analytische Verstand, und ja, er hat wohl Recht damit. Ändert aber nichts, da müssen wir dann eben durch. Oder?
Zudem rät er dazu, die Einsparung anzusparen, um im nächsten Herbst ein neues iPad kaufen zu können - weil, für das jetzige wird es dann keine Updates mehr geben, und Internetz mit nicht aktuellem System geht ja gar nicht.
Bei den Belohnungsstrategien ist er nicht annähernd so effektiv wie die liebevolle Psyche, aber immerhin, er gibt sich Mühe. Auf seine Art, halt.

Seltsam: Die erste dreiviertel Stunde nach dem Verlöschen der Pfeife ist etwas zäh - aber wenn die zwei Stunden ˋRuhezeit´ rum sind, ist es gar nicht mehr eilig. Grade im Moment ist es eine halbe Stunde nach ˋdu darfst´, das Gerät ist gestopft, und … wartet.*
Wenn ich grad nicht darf, will ich um so mehr? Tsss.
Das probiere ich doch gleich mal aus - Trick 17 mit Selbstüberlistung …(hämisch grins).


* es wurde dann eine dreiviertel Stunde. Und war dann mehr Entscheidung als Trieb. Gut.
Selbstbeobachtung macht mehr Spass, wenn die Dinge gut laufen ...

25.01.2021 (Mittags) Nachkarteln …

… soll man ja nicht. Nennen wir es also ˋManöverkritik´, trotz des militärischen Anklangs. Also.
Zunächst mal wäre da der Aschenbecher: Der enthielt nur noch einen Bruchteil Bäh. Auf eine exakte Messung habe ich verzichtet, aber geschätzt spart die Sache 90% Müll. Volumenmässig. Schön.

Dass ich die Sache so spontan und emotional angefangen habe, war wohl Ok so - entspricht mir mehr. Die Vorarbeit war gut und wichtig, aber letztlich ist es ˋder Moment´, nicht der Plan, der entscheidet.
Außerdem: Die fürsorgliche Psyche hat offenbar eine Nachtschicht eingelegt und kräftig dran gezogen. Danke!

Heute geht es in die Stadt, Zeug erledigen, Kurzbesuch bei T., und, ja, Tabak kaufen. Ein paar Stunden ganz ohne Rauch, die Pfeife nehme ich gar nicht erst mit. Wird sicher spannend.

Und, ach ja: Der Trick ˋich stopfe die Chinapfeife sofort und kann die anzünden, wann immer ich mag ´ hat ganz gut funktioniert: Es hat dann eine gute Stunde gedauert, bis ich das wollte. Komisch, oder?

Alles in Allem war der Tag sehr Ok, auch, wenn ich nicht einschlafen konnte und beim Wiederaufstehen dringlich eine Zigarette wollte. Für mehrere Sekunden. Da aber heftig.

Dafür war das Aufstehen problemfrei, Kaffee, Pfeife - wie immer halt. Wobei, zugegeben, das Stopfen am Morgen noch recht viel Konzentration erfordert. Gelingt erst nach dem ersten Kaffee so richtig.
Morgen probiere ich mal, ein Toast dazwischen zu nehmen.

Selbstbeobachtung: Ich registriere die Momente, in denen ich standardmässig eine Zigarette gedreht hätte, mit keinem oder geringem Trieb, das zu tun. Und ab und zu mit Widerwillen. Das ist Ok, denke ich.
Insgesamt scheint es am Morgen/Vormittag zäher zu sein, und am späteren Abend noch mal.
Ersteres beim ˋHochfahren´, Ok, da hatte es den ˋKick´. Spät ist dann das Bettgeh/Einschlafproblem, das, denke ich, unabhängig vom Rauchen ist. Jedenfalls war das mit Zigaretten nicht wesentlich anders. Nur war das ˋum fünf Minuten Rauszögern ´ einfacher, und das ˋeine rauch ich noch, dann ´. Geht halt nicht mit Pfeifen, daher fällt das stärker auf.

25.01.2021 (Abends) Es war gut

Entgegen der ursprünglichen Idee doch die Chinapfeife und den Rest Tabak mitgenommen. Die Vorstellung, mit dem Teil irgendwo auf einer Bank zu sitzen und womöglich damit gesehen zu werden, war zwar weniger reizvoll, aber der Effekt von ˋIch könnte ja …´ war gestern schon nützlich. Und ˋIch kann schlicht nicht ´ erschien mir auch unattraktiv.
Dazu ist das noch zu frisch.

Ach ja, die erste Dose ist leer, ein Britisch Blend von Aylesbury. 100g, hübsche Dose (Metall, Klemmdeckel, grün), und ergab 10,5 Tage, davon 1,5 ohne Zusatz-Zigaretten. Für 18,60€ - ist Ok. Die zusätzlichen Zigaretten der ersten Woche (mit zwei Absturztagen!) eingerechnet, war das kostenneutral (mit homöopathischer Einsparung …). Ein recht guter Start, was das finanzielle angeht. Finde ich.

***

Wieder daheim.
Fünf Stunden unterwegs, und da war es klug, die kleine Pfeife mitzunehmen. Eine halbe Stunde Entspannung im Park. Aber damit hat sie ihren Dienst auch getan, und ist weg.
An ihre Stelle treten gleich drei Lesepfeifen, die ˋübrig´ sind, weil ihr Herrchen gar nicht mehr raucht. Was mich sehr freut. Also … beides.

Richtig guten Tabak hatte mein Händler nicht vorrätig, also habe ich jetzt schlicht den billigsten erworben. Und ja, den kann man haben!
Nicht wirklich etwas besonderes, aber völlig Ok. Und sogar im Kilo billiger als das Zigarettenzeug - ein Glücksgriff, echt.
Es ist also kein Problem, den als Alltagstabak zu nehmen, und für die besonderen Situationen den britischen (in der hübschen Dose ...) vorzuhalten. Freude!

Ansonsten: Fast 10 Kilometer durch die Stadt getigert (4 km/h, 7 Treppen, am Schluss Aua), Ämter, VAG, Termin ausmachen beim Augenarzt - lief auch alles sauber rein, nur zu einem Amt muss ich nochmal, da wg. Corona dort alles nur mit Termin geht.
Auf dem Rückweg zum Metzger, leider war das Brot aus - stattdessen zusätzlich guten Käse gekauft, zum Trost (es gibt Trosttoast zum Abendessen!).

Die liebreizende Psyche hat, nebenbei, die Pause im Park genutzt, um ein paar Andeutungen zu dem andern Thema zu machen. Zu dem Thema, dass wir grade nicht bearbeiten. Nur, weil es grad gepasst hat, und damit wir das nicht vergessen vor lauter ˋalles läuft prima ´-Euphorie.
Und das war auch sehr Ok so.
Also, beides: Das zu erwähnen wie auch das Zurückstellen.

***

Befunden, dass ich in den nächsten Tagen nur passiv beobachte, wie sich das mit den Pfeifen entwickelt. Also, mengenmässig. Strichliste führen und so. Und mich dabei auf den billigen Tabak beschränke.
Wenn dass dann in einem vertretbarem Rahmen bleibt, kommt der bessere wieder ins Gespräch.

Im Moment fühlt sich das alles so an, als gehöre das so. Jedenfalls ist zu Hause alles richtig - die Momente, in denen es eine Zigarette hätte sein dürfen, waren alle unterwegs. Und selten. Drei, wenn ich das richtig mitgezählt habe, in fünf Stunden. Und allesamt jeweils beim ˋErleichtert Maske abnehmen ´. Und folgenlos.

Ach ja, FFP2 … darauf hätte ich echt gern verzichtet.
Was jetzt nichts mit dem Thema hier zu tun hat, merke ich grade ...

26.02.2021 limited edition

Ich denke, das mit dem Tabak kann mit einem finanziellen Monats-Limit geregelt werden: So viel Kohle ist da, je weniger du rauchst, desto besser darf der Tabak sein. Soll der analytische Verstand mal ausrechnen, mit der Vorgabe, dass ich zum 60. ein neues iPad mini möchte. Aus der Ersparnis gegenüber den bisherigen Kosten für Zigarettentabak.
Die Pfeifen schenke ich mir dann ...

Was jetzt heißt, dass die hübsche kleine Hardys No4 ausfällt, und das wunderschön gearbeitete Beutelchen (Leder, mit Kautschuk beschichtet statt mit Plaste-Einlage) wohl auch. Außer, ich rauche so viel weniger, dass zwei gute Dosen erlaubt wären, und nehme nur eine davon - für (rechne) etwa ein halbes Jahr. Klingt fair. Und so zukunftsorientiert.

Und das, glaube ich, ist der springende Punkt.
Darum ging es der liebevollen Psyche, so im Grundsatz. Erstmal.
Schon auch um Details, um Dinge, die gar fürchterlich in Schieflage waren, akutes Zeug - aber eben, weil es am grundsätzlichen hapert(e).
Es war immer ganz Ok, wie ich mit dem ˋJetzt´ zurechtgekommen bin, aber eben immer nur für das Jetzt. Jetzt hilft eine Zigarette, ein Bier oder ein Gin, whatever, um wasauchimmer zu verkraften. Das war besser, als in der jeweiligen Situation abzuklappen, klar - aber nicht mehr.
Das ist was für junge Leute, die viel zu viel Zukunft vor sich sehen. Oder halt keine. Aber irgendwann - jetzt - reicht das nicht mehr, weil der ˋday after´ eine fette Rechnung präsentiert.

ˋHope I die before I get old´, klingt gut, Ok - aber wenn man den Einlass zum Club 27 einmal verpasst hat, ist das rum und man braucht einen Plan B. Isso. Kann man scheiße finden, bleibt trotzdem so.
Und so ganz mies waren die anderen 32 Jahre ja auch nicht.

Ok, so weit, so schön, und Friede, Freude, Eierkuchen?
Wäre hübsch, so als Schlusswort, aber ... Essig! Es gibt da noch Altlasten, dies, das und jenes, und wahrscheinlich auch neues Zeug, mit dem umzugehen sein wird und dann noch ...
Die liebevolle Psyche zitiert einen Spruch aus der Jugend: MSB!*
Über diese Dinge machen wir uns einen Kopf, wenn es soweit ist. Nicht jetzt. Schon mal gar nicht jetzt! Null Bock, klar? Myob!** Küsschen!

Punk ist nicht tot.


* MSB war die Abkürzung für den Marxistischen Spartakus Bund. Und für ˋMaul, sonst Beule ´. Was in etwa der Argumentationsweise der MSBler entsprochen hat.

** Mind your own business - zerbrich dir nicht meinen Kopf (eigentl. ˋkümmer dich um deinen Kram´)

26.01.

Weil es bisher ziemlich gut war, hier Zeug einzustellen (also, für mich gut) mache ich damit einfach weiter - mal sehen, wohin die narrative Kausalität noch führt. Geplant habe ich nichts weiter, aber das heißt ja nichts.

Ein paar Dinge aus dem CP&I-Blog (tolle Abk. gelle?) harren ja noch ihrer Bearbeitung, zudem gibt es noch einige Outtakes und Notizen - aber das ist momentan alles nicht dran.

Die Protagonisten aus CP&I, vor allem die liebevolle Psyche, werden sich höchstwahrscheinlich auch in dieser Serie zu Wort melden - sie ist da ein wenig auf den Geschmack gekommen, denke ich. Und als Co-Autorin eine echte Bereicherung.

Für den Fall, dass ich auf irgendwas Bezug nehme aus den alten Beiträgen, und du weißt dann nicht, worum es geht und was die Vorgeschichte ist … dann ist das Pech. Erstmal.
Wenn es arg wichtig erscheint, kannst du aber nachfragen.
(Wenn es arg wichtig erscheint, findest du bestimmt auch heraus, wie du nachfragen kannst ...)
Das funktioniert besser als eine Kommentarfunktion, weil ich das so nicht moderieren muss, und Spammer draußen bleiben. Easy. Also, für mich.
So. Denn mal los:

Hallo Welt!


26.01.

Fauler Tag: Nur zum Aldi gepilgert, weil die Nachbarin etwas bestellt hat. 2,3 Kilometer, 3 Stockwerke.

An die neuen Pfeifen gewöhnt, etwas mehr als gedacht - aber Ok, ich wollte ja ein paar Tage nicht einschränken. Nur beobachten.

Gute Sache: Ein paar Sachen lassen sich per Mail erledigen, wg Corona. Ein Ämterbesuch weniger. Auch schön.

Die liebevolle Psyche summt (klingt nach Beatles), der kluge Verstand macht Dreisätze - auch Sport - und sagt, das mit dem neuen iPad klappt schon, wenn … (an dieser Stelle habe ich aufgehört, zuzuhören. Passt schon).

Doch noch mal raus, Laufstrecke und Stockwerke verdoppelt. Leichte Melan-Kolik. Klar, das ˋLoch´ nach Aktion-Tagen. Kennt man ja (wird dadurch aber auch nicht fröhlicher).


27.01.

Programm heute: Zahnärztin, vorletzter Termin, dann Wandertag. Hübsch. Nehme eine gestopfte Pfeife mit, für alle Fälle. Mal sehen ...

***

Der Techniker hält einen zusätzlichen Termin für angeraten, zeigt sich aber recht zufrieden. Ok, sehe ich also M. einmal mehr als zuletzt geplant, da beschwere ich mich auch nicht. Und die Zähne gibt es dann am 15.02.

Wandern war kürzer als sonst, insgesamt 7,6 Kilometer, aber teilweise recht anstrengend: Auf glattem Schnee hat es ein wenig Probleme. War schön, insgesamt, reicht jetzt aber.

Die Pfeife dabei zu haben war eine gute Idee, und draußen Rauchen ist ganz in Ordnung - habe die Pause nach Zahnarzt mit anschließender FFP2-U-Bahn echt gebraucht.
Gut zu wissen, dass das geht.

Bin sehr erleichtert, dass der Drive zur Zigarette kaum noch (Zu Hause gar nicht mehr) auftritt - und dann beherrschbar bleibt. Heute auch weniger Pfeife als gestern, mit wenig ˋdran ziehen ´.
Zielvorgabe nur noch knapp verpasst, recht gut für den 4. Tag.

Der freundliche Verstand sagt, derzeit (Mittelwert seit Montag) täglich eine Einsparung von ca 165 Cent. Womit das iPad zum Geburtstag (nächstes Jahr) gesichert ist und noch was übrig bleibt. Für irgendwas vernünftiges (meint er …).

Und die liebevolle Psyche lächelt fröhlich und ist guter Dinge.

28.01.

Schlafen ging nicht so, was etwas doof ist. Wetterwechsel und Vollmond*…
Denke, ich kaufe so einen Greuther Kräuter Tee, irgendwas mit Melisse oder so. Wie Klosterfrauengeist, nur ohne Alk. Bäh.

***

Die freundliche Psyche sagt, dass wir erst ab morgen ** ˋkorrekt´ rechnen: Wenn mit dem einfachen Tabak der Etat unterschritten wird, darf im nächsten Monat der Restbetrag für ˋZuckerle´ (Teilmenge besserer Tabak) ausgegeben werden. Und wir starten mit einem Bonus: Für diesen Monat erlauben wir uns das als Vorschuss.
Irgendwann die Tage trifft ja die zweite bestellte Pfeife ein, und beim Abholen genehmigen wir uns eine schöne Dose ˋguten Stoff´.

Einerseits als Belohnung für die gelungene Umpolung, aber der andere Aspekt ist: Wenn wir den Konsumpegel dauerhaft entsprechend senken können, darf es ständig die bessere Ware sein. Oder wahlweise irgendwas ˋextra´. Und das motiviert (mich) mehr als der Gesundheitsaspekt (Menschen sind seltsam, oder?).

Frag´ nicht, flüstert die liebevolle Psyche, nimm das als ISSO.
Ok, wenn sie das meint … wer bin ich, ihr zu widersprechen?

***

Verregneter Tag, werde wohl nicht in die Stadt wandern. Bei Einkauf alleine wäre nass werden ja nur feucht, aber Freunde besuchen und tropfen ist doof. Also U-Bahn.

Bin dann aber durch den Stadtpark gegangen, insgesamt 4 Kilometer. Bisschen melancholisch, Kristallwasserpersonen (D/M/W) beim Schmelzen zuzusehen. Könnte man verfilmen, wenn man filmen könnte.


Damit es nicht langweilig wird, nutze ich den Timer wieder wg der Rauch-Frequenz. Und natürlich auch, weil ich ganz dringend die Belohnung kassieren will. War ja klar.
Zwischenstand: 5o Gramm für 3,5 Tage. Reicht so nicht ganz für Belohnungen ... (Der Bonus für diesen Monat ist ein dänischer BlackV, ziemlich vanillig, aber gut. Und ein 0,33ger Astra gab es obendrauf.)


* esoterischer Unsinn, das mit dem Mond, ja - aber ich habe Westfenster mit freiem Blick, das Ding scheint da direkt rein. Gnarf.

** weil der Monat immer am letzten Werktag des Vormonats anfängt, finanziell gesehen.


29.01.

Recht gut geschlafen, trotz Vollmond. Und nicht wegen der 0,33 l Astra gestern. Die ganz OK waren, aber auch nicht mehr als das.
Nur der Vollständigkeit halber: Der Messpunkt wird erst nach Ostern auftauchen, wenn die Koffer wieder öffnet.

Im derzeitigen Alltag ist alles stabil und Ok, und grade in der Konsolidierung mit der Rauchfrequenz - da brauche ich noch die Unterstützung des timers. 90 Minuten zwischen zwei Pfeifen sollten schon sein, und das zieht sich manchmal noch etwas.
Wobei: Wenn ich irgendetwas mache, klappt das schon ganz gut. Beim Lesen beispielsweise nicht, aber beim Spazierengehen oder Aufräumen. Irgendwie klar: Ich habe schließlich zwei Lesepfeifen, aber weder eine Putz- noch eine Wanderpfeife.

Mal sehen wie das ist, wenn ich mit dem Pappmatsch weitermache - wenn das nicht klappt, muss ich am Ende noch Fensterputzen oder sowas. Aber jetzt wandere ich erstmal ˋdowntown´, Bank und Einkaufen und sowas alles. Und lasse die Pfeife hier.
Auch eine Idee: Im Durchschnitt anderthalb Stunden ...
(Die liebevolle Psyche lächelt und sagt ˋdas ist soooo Uli. Schön.´)

***

Die Durchschnitts-Idee hat eine positive Nebenwirkung: Ich verwende jetzt eine Stoppuhr, nicht mehr den Timer. Weil, der Timer sagt ja ˋdu musst noch soundso lange durchhalten, die Stoppuhr flüstert ˋdu hast schon sooooo viel geschafft´.
Und dass ich auf ˋdu musst´ genauso allergisch reagiere wie auf Durchhalteparolen, weiß ich ja. Wahrscheinlich hat sie deswegen so gelächelt, die liebevolle Psyche.
Der Verstand bastelt schon an einer Möglichkeit, das Zeitkonto zu führen, und ist deswegen auch recht glücklich. Und ich war beim Metzger (außer der Reihe) und freue mich an Leberwursttoast (Brot war schon wieder aus). Und zwar, bevor die Pfeife auch nur gestopft ist - obwohl die schon seit einer halben Stunde brennen dürfte.
Geht doch!

Nebenbei, es waren heute nur 4,6 Kilometer in die Stadt, weil der normale, schönere Weg überschwemmt ist. Aber OK. Isso.
Dafür gehe ich später noch mal zum Netto, weil die Nachbarin wieder etwas braucht.

***

In einem Anfall von Sentimentalität noch ein Blümchen erworben. Eine Priemel, in rot. Seufz. Kommt dann auf den Balkon, im April.
Und ein Sonderangebot T-Shirts gab es auch dazu - weil ich das ja kann.

29.01. nachts

Offenbar genieße ich grade den unverhofften Reichtum: Außer den neuen T-Shirts und der sentimentalen Primel gab es noch einen Film. Einen Triller. Marathon Mann, mit Dustin Hoffmann. Für 3,99€.
Dabei (beim Kauf) ist auch gleich der Wunsch nach dem neuen iPad mini gewachsen, weil dieses doch einen (großen) Tick zu wenig Speicherplatz hat. Ich habe beim Kauf damals halt nicht an Filme gedacht. Tja.

Glücklicherweise wird die Ungeduld noch sanft gebremst, weil es halt das neue - im Herbst erwartete - Mini werden soll. Das Format gefällt mir einfach besser als das normalgroße.
Wobei das ˋeinfache ´ iPad technisch völlig ausreichen würde, und weniger kostet - aber da bin ich eigen. Mal abgesehen davon, dass das neue Mini dann einen neueren Prozessor als das iPad haben wird, und deswegen länger (um 2-4 Jahre, wahrscheinlich) mit OS-Updates versorgt wird. Was eben bedeutet, dass es entsprechend später ersetzt werden muss (altes OS geht gar nicht!), und damit dann wieder billiger ist.

***

Ganz zart, geradezu verschämt, erwähnt die liebevolle Psyche, dass solche Sachen auch (nicht nur, aber auch!) Anzeichen sind. Besonders die Primel, aber alles andere auch. Da drängt … etwas Und wir wollten doch noch nicht damit anfangen, erst, wenn das andere alles stabil ist - und außerdem, subtile Botschaften sind eigentlich meine Sache, mein Lieber.

Ok, das sehe ich ein. Nehmen wir es als Erinnerung, nicht als Aufforderung, Ok? Stopfen eine Pfeife, die (nachschau) acht Minuten haben wir ja gutgemacht am Nachmittag, und machen Pläne für morgen, gut? (Blöd: Morgen ist Bad putzen dran … aber egal. Besser ist das.)
Dazu ein Tee (mit einiger Vorfreude auf den Tag, an dem der ausgeht und der Kampangentee aufgemacht wird), und vielleicht nachher ein Film? Nicht den Neuen, besser was entspannendes. sowas wie …
Zeig den Film noch einmal, Sam, zur Erinnerung an damals.

Here's looking at you, kid.

***

Nachtrag: Die erste Pfeife ist dann erstmal etwas heiß geworden (bäh), die Leberwurst ist alle (hmm) und die Schokolade etwas dezimiert (hmmm!), aber dann gingˋs.
Und die Primel ist gewässert und freut sich, weil sie hierbleiben darf und nicht nach dem Verblühen im Kompost landet.

Und anstelle des Films habe ich angefangen, Lady Agathas Hercules Poirot (die Serie aus den späten 80gern) anzuschauen. Und zu sammeln. Kostet 2€ die Folge - aber man leistet sich ja sonst nichts.


30.01. sehr früh am Morgen

Die Rechenspiele (ach ja, der ruhelose Verstand ...) sagen: Für je eine 200 Gramm Dose billigen Tabak darf es ein 100 Gramm Dose besserer sein, wenn wir den Konsum von heute so beibehalten können. Und dabei wäre sogar noch Luft bis zum Limit, sogar komfortabel - um nicht zu sagen, reichlich.
So reichlich, dass die kleine Hardys und der hübsche Beutel in 4 Monaten bezahlt wären, ohne auf den guten Tabak zu verzichten, und dann sogar noch ein Fünfer übrig bliebe. Hübsch.
Und ganz nebenbei wäre der Konsum (nach Menge) nicht nur halbiert, sondern von der Hälfte noch mal ein Siebentel abgezogen.
Und: Wenn außer der kleinen Hardys und der bestellten Sir John noch ein weiteres Rauchgerät erworben würde, müsste jede nur noch einmal am Tag in Betrieb genommen werden - das Ideal für den Pfeifenfreund. Was auf eine weitere Hardys mini zuläuft, die dann im fünften Monat möglich wäre.
Wobei, sagt der analytische und sichtlich stolze Verstand, die Hardys ja auch noch deutlich weniger Volumen haben, und daher noch einmal zur Reduzierung beitragen, und zudem ideal seien für Situationen, in denen eine Normalpfeife zu wenig Zeit bekommen würde.
Für den Nikotinpegel wäre außerdem die geringere Dosis völlig ausreichend.

Also, Sachen weiß der Verstand …
Dass er dann noch anfängt mit ˋund eine weitere Reduzierung um nochmal die gleiche Menge würde bedeuten, dass wir ausschließlich den guten Tabak, oder wahlweise (im gleichen Modus) einen ganz besonderen anstelle des Guten erwerben können, oder auch - da flüstert er ein wenig - den Etat schlicht noch mal reduzieren und uns mit dem Geld einen schönen Tag machen können.

Und das alles hat er ohne eine Tabellenkalkulation herausgefunden! Nur mit dem Handschrift-Taschenrechner und einem Zettel nebst Bleistift. Erstaunlich.
Im Punkt ˋMotivation ´ ist er allerdings ein wenig unbeholfen ... aber da springt die freundliche Psyche ein und meint, wenn wir also jetzt ins Bett gehen, ist der erste Tag mit diesem Schnitt geschafft. Ein Anfang ist ein Anfang, und zudem hast du dann ein paar Tage echt zu tun, das so einzuschleifen und kommst nicht auf dumme ... verfrühte Gedanken.

Der Tee ist sowieso ausgetrunken, bis zum nächsten Rauchtermin ist es noch eine halbe Stunde hin, und alles zusammen ergibt ein:

Gute Nacht, allerseits, und bis nachher.


30.01. nachmittags

Seltsame Sache: Das mit dem Einschlafen ging wieder mal nicht, und folglich bin ich wieder aufgestanden. Und habe nicht geraucht (wie sonst üblich bei Schlaflosigkeit). Mir war nicht danach.
Ok, ich habe stattdessen vier Milchbrötchen (Erdnuss-Creme/Pflaumenmus und Butter/Honig) verspeist und dazu Wasser mit Holunderbeerensirup getrunken. Was auch seltsam ist. Hmmm.
Probiere es nochmal mit Schlafen …

… was dann auch geklappt hat. Einschließlich Nachhol-Zeit. Schön.
War das jetzt eine mittelschwere Krise und ich habe die recht gut bewältigt - oder ein sachtes Stolpern? Kommt drauf an, wie die Erzählung aussehen soll, denke ich. Und wie viel Lob ich einheimsen möchte, wieviel Motivation in einer erfolgreichen Bewältigung liegt und so.
Sicher ist nur: Das hätte anders ausgehen können, und dann hätte ich jetzt damit zu tun, das schönzureden. Hmm.

Es ist, wie es ist, sagt die fürsorgliche Psyche und leugnet, dass sie da allzusehr eingegriffen habe - hält es aber für möglich, dass die wundervollen Berechnungen des Verstandes a) mich nicht gleich haben einschlafen, dafür b) die wache Zeit ohne Rauch überstehen lassen haben. Weil, übertragen auf alles andere, ergibt das die Idee, dass man keineswegs ein Asket sein muss, weil man nur über geringe Mittel verfügt.
Was die Lehre des Epikur für LeistungsbezieherInnen nicht mehr grundsätzlich ausschließt. ˋHoch die Tassen ´ ist auch schön, wenn in der Tasse Tee ist. Oder kurz: Das stimmt optimistisch.

***

So wie schon gestern habe ich den Abstand zwischen der ersten und zweiten Pfeife nicht gehalten, aber mit der dritten dann sogar noch Zeit ˋgutgemacht´. Auch, weil ich zwischendurch fast 7 Kilometer durch das leichte Schneetreiben gelaufen bin, und dann erstmal Futter brauchte.
Könnte eine Gewohnheit werden, der Ablauf.

Wobei die Gewohnheit am Montag und Dienstag keine Chance haben wird: Jeweils mitten in der Nacht zum Arzt, für eine 24h Blutdruckmessung, Montag nachmittag Augenkontrolle, Dienstag Arzt wg Besprechung und Hautscreening. Naja. Wat mut dat mut.


30.01. Zwischenbilanz etc.

Läuft ganz gut, bisher. Also zum ˋetc.´:

Ich freue mich auf den Tag, an dem die ganzen Hobby-Virologen Und Seuchenfachleute sich wieder auf ihre Kernkompetenz (was der Bundestrainer alles falsch macht) konzentrieren. Andererseits werde ich es bedauern, diese Hackfressen dann wieder unbemaskt ertragen zu müssen. Aber vielleicht hängen die dann wieder auf Malle rum - falls die Spanier keinen anderen Grund finden, diese Leute auszusperren.

Grad im Moment kommt die Nachricht rein, dass es eine Hochzeit im Freundeskreis geben wird - was meine Laune doch sehr hebt. Große Freude!
Habe deswegen die gute Schokolade und das Rotkäppchen* geöffnet. Womit ich in diesem Jahr etwa soviel Alkohol hatte wie früher an einem halben Abend, dafür bereits mehr Schokolade als sonst im Vierteljahr. Naja, Ok … das mit der Schokolade bekomme ich dann auch wieder in den Griff.

Und der Tochter geht es auch recht gut - in drei Wochen ist dann ˋOpa Uli ´ dran. Hmm … gewöhnungsbedürftig, das. Wie die Zeit vergeht, ich sagˋs euch … Jedenfalls freue ich mich. Und bin sowas von gar nicht aufgeregt, ehrlich ...

Das mit der Ordnung in der Wohnung krankt noch ein wenig: Im Durcheinanderbringen liegt meine Effektivität etwas höher als im Aufräumen. Ich teile diese Eigenschaft mit dem Universum, nur bei dem heißt das Entropie und ist Ok, während es hier Schlamperei genannt wird. Quod licet Iovi ...

Meine treusorgende Psyche sagt, es sei gut, dass ich nicht nicht nur mit diesen Umstellungen befasse, das sei ein Betrag, und hilfreich außerdem. Fein. Dann wird es so nach und nach wohl Zeit, wieder etwas mehr zu unternehmen ...
Mal sehen. Morgen wird erstmal gewaschen und abgespült, und möglicherweise gesaugt. Gilt das als ˋUnternehmung´?

Aber jetzt ist erst mal Bett angesagt.
Mit einiger Zufriedenheit, weil das mit dem Rauch-Limit ziemlich schmerzfrei geklappt hat. Der zweite Tag.
Kann man sich dran gewöhnen, denke ich.


* es hat sich sehr bewährt, einen kleinen Sekt im Haus zu haben: Wenn der Moment nach Alkohol verlangt, kann ich das entscheiden. Und (meistens) lassen. Wenn keiner da ist, wird es Zwang und lässt keine Ruhe.
Und ich mag Sekt nicht sonderlich.


31.01.

Was nervt ist das mit dem Einschlafen. Weil das nicht klappt.
Und ich komme nicht dahinter, woran es liegt, oder was da hilft. Ok, insgesamt schlafe ich genug, weil ich früh nicht raus muss, schön und gut - aber es ist trotzdem doof: Der Tag ist rum, ich bin sogar müde, gehe ins Bett - und stehe eine Stunde später wieder auf. Mittelhellwach. Gnarf.

Zugegeben, das war schon immer so - und nein, da hat noch so viel ˋBettschwere´ nie geholfen. Weder flüssige, noch andere - meine alte Ärztin hat da ja mal durchgetestet, nachdem bei der Augen-OP selbst eine 10ner Tavor (verabreicht als Einschlafhilfe auf Anraten des Anästhesisten) in etwa die Wirkung eines Espressos gezeigt hat. Und ich anschließend auch die Narkose ein Stück weit ignoriert habe.
Etwas Nützliches gefunden hat sie nicht.

Die alternativen Substanzen habe ich auch getestet, sogar mit Beratung - aber ohne Ergebnis. Außer, dass das tüddelig macht. Was dann noch langweiliger ist, als nur wachzuliegen. Tja.

Immerhin: Wie schon vorgestern kein Bedürfnis, die Pfeife zu stopfen. Offenbar passt das nicht dazu, im Gegensatz zu Zigaretten. Seltsam.

31.01.

Der Tag:
Sonnig, Spaziergangswetter. Gut. Und die Schneeglöckchen auf dem Balkon spitzen schon aus dem Boden.
Ausgeschlafen, auch gut. Und wie die Tage zuvor: Pfeife war selbstverständlich, kein Wunsch nach Zigarette - aber die zweite war wieder vorzeitig dran. Nicht ganz so vorzeitig, weniger drängend, aber trotzdem. Ob das an ˋMorgens ´ liegt, oder am Kaffee, oder was auch immer, weiß ich nicht. Morgens ohne Kaffee ist jedenfalls keine reizvolle Idee.

Wegen Hochwasser ist der gewohnte Spazierweg nicht möglich, also teste ich mal einen anderen. Der keine Option zum vorzeitigen Ausstieg bietet, kein ÖPNV an der Strecke. Habe das im letzten Vierteljahr aber nur ein-zweimal gebraucht. Naja, schlimmstenfalls halt ein Taxi rufen …
zwei Schmerztabletten mitnehmen …
Und nein, keine Pfeife für eine längere Pause. (Netter Versuch!)

Offenbar will die Sucht noch diskutieren, Ausnahmen konstruieren und so. Die gleiche Nummer wie mit den Masken-Attesten* oder den Geschwindigkeitsüberschreitungen (ICH habe es leider eilig!).

Nachbarin brachte grade Mittagessen (Dankeschön für Einkaufen, mit Maske mag sie das nicht selber, obwohl es ginge). Freut mich. Und sie auch: So muss sie nicht zwei oder drei Tage dasselbe essen.

***

Die Strecke ist kein Favorit. Einerseits, weil sie laut ist, lange Teile entlang der Bundesstrasse, andererseits sind die Pausenbänke unglücklich verteilt. Was jetzt etwas suboptimal war. Ging noch ohne Schmerzmittel, aber gegen Ende auch ohne Spass. Naja.

Morgen und Übermorgen stellt sich die Frage ja nicht, wegen der Arzttermine. Und am Mittwoch sehen wir weiter, vielleicht ist das Hochwasser dann ja abgelaufen.

Die Stoppuhr sagt, ich sei noch im Rückstand, wenn auch nicht viel. Hm. Das ist wohl der Vorteil an Strecken Richtung Innenstadt: Die Rückfahrt dauert dann ja auch ein wenig, und so kommt das Timing ohne weiteres in Ordnung. Gut zu wissen.

***

Insgesamt fällt es heute schwerer, das Timing zu halten. Nicht sehr, aber deutlich merkbar. Naja, egal: Ich sollte auch früher als sonst ins Bett, morgen klingelt der Wecker ja noch im Dunklen. Gnarf.

Wobei: Wenn das mit dem Rauchen gänzlich problemfrei durchliefe, würde ich wohl misstrauisch werden. Weil, an Zaubermittel glaube ich nicht, und ganz sicher wäre das auch bekannt, wenn es denn eines wäre. Oder?

Ich meine, gut und schön: Pfeife ist billiger (auf die Dauer, der Einstieg kostet halt), riecht besser, ist (wahrscheinlich) gesünder (nicht inhalieren, insgesamt weniger) und spart Müll. Kann man nachrechnen.
Wenn es jetzt noch ˋvon Allein´ ginge, müsste ich mich fragen, warum sich so viele Leute Zigaretten ˋleisten´. (faltet schon mal Aluhut …)

Sonst: Wäsche gewaschen. Auch schön.


* es gibt sicher Fälle, in denen das Tragen der Maske objektiv unzumutbar ist, zugegeben. Und ganz sicher auch Leute, die trotzdem gar furchtbar dringend selber in den Supermarkt müssen und so.
So, wie es auch tatsächliche Reaktionen auf Gluten gibt und all das.


01.02.

Die gute Nachricht: Offenbar habe ich schon sehr verinnerlicht, dass es nicht hilft. Der Alkohol nicht und die Zigaretten gleich gar nicht. Deshalb war ich nicht an der Tankstelle*.
Die schlechte Nachricht ist … es war gestern kein guter Abend. Also, gar nicht.
Jetzt, beim offenbar obligatorischen Wiederaufstehen (samt Fischkonserve und Holundersirup) ist es schon wieder ganz OK. Die zu einem Drittel gefüllte Pfeife - geschenkt (aber getreulich in der Statistik vermerkt, logo).
noch knapp 5 Stunden bis zum Wecker … MSTNDFLCHT.

***
Was soll man von einem Tag erwarten, der mit ˋAufstehen´ anfängt? Eben.
Das 24-h-Blutdruckmessen wird kein Hobby, obwohl die Arzthelferinnen alle sehr freundlich sind. Zusammen mit dem Metzger auf dem Rückweg (frisches gutes Brot!) ganz Ok, aber alle Viertelstunde piepst das Ding und plustert sich auf. Und piepst dann nochmal.

***

Erstmal wieder abgelegt, nach dem Frühstück. Schlafen und Blutdruckpiepsen geht nicht so zusammen. Gnarf.
Jetzt 2. Frühstück (Tee und Pfeife), dann in die Stadt. Erst Spaziergang mit A., dann Augenarzt, guter Plan.

***

Die Netzhaut ist Ok, der Nach-Star (immer die B-Promis) will eine Lasershow am 11. (um 11:10 ... leiste ich mir die Minute, weil Weiberfasching ist?), und 3,5 Stunden nicht Rauchen geht.
7,5 Kilometer und 11 Stockwerke sind auch Ok.

***

Die Zielmarke beim Rauchen wird heute verfehlt. Aus Gründen.
Drei Tage gehalten, das ist gut, und Aussetzer waren zu erwarten. Das Piepsdingens tut ein Übriges dazu, Aufholen ist nicht drin.
Abgehakt, Krönchen gerichtet ...

Nachher die dritte Folge Poirot, morgen Besprechung beim Arzt, das wird schon.


* grad beim Schreiben fällt mir auf: Das hätte wohl zusätzlichen Ärger gegeben, es war nach 21:00.


02.02.

Es wird schon fast zur Gewohnheit, das nächtliche Noch-mal-Aufstehen. Gnarf.
Heute mit Leberwurstbrot und Tee (kalt), und nur mit einer Viertelpfeife. Das finde ich jetzt so gut wie möglich.

Der analytische Verstand hat nachgerechnet und meint, das ˋZuviel´ von gestern bewege sich noch im Rahmen des Etats, selbst, wenn das auf Dauer so bliebe. Es gäbe dann halt keine weitere Belohnung, aber der Anteil besserer Tabak wäre durchaus gewährleistet. Beruhigend. Echt.

Und die liebevolle Psyche fügt hinzu, dass wie immerhin erst in der zweiten Woche ohne Zigaretten sind - und das allein schon ein großer Erfolg ist. Und ich solle das nicht überbewerten: Immerhin hätte ich ja keinen Rückfall erlebt, nur einen Fortschritt nicht früher als gedacht erzielt. Beziehungsweise: Doch, denn die drei Tage zuvor waren ja schon besser als geplant. Kein Drama also.
Beruhigt mich ungeheuer, ernsthaft, aber den Stolz auf den vermiedenen Rückfall finde ich grade nicht.

Egal, erstmal das Piepsding vom Arm loswerden und Besprechung der Erkenntnisse. Dann sehen wir weiter.

***

Erkenntnis des Tages: Ein umgekehrter Tag/Nacht-Rhythmus. Der Blutdruck will abends steigen und morgens sinken. Was die Einschlafprobleme ziemlich gut erklärt, immerhin.
Außerdem eine Tendenz zu zu langsamen Herzschlag, was doof sein kann und genauer angeschaut werden soll.
Dazu Vitamin D und Schilddrüsenhormon, wegen Mangel - naja. Das größte Problem dabei wird die Umstellung auf Tee am Morgen, weil Milch im Kaffee verboten ist für eine halbe Stunde. Wobei ˋAm Morgen ´ jetzt definiert ist mit ˋnach dem Aufstehen ´ - ohne Not dem offenbar natürlichen Rhythmus zuwider zu agieren scheint mir dumm zu sein. Also, zur Tea-Time aufstehen ...

Sonst war nichts auffälliges, und das ist doch schon mal was.

***

So: Erst mal sacken lassen, und schauen, was das dann macht.
Als Sofortmaßnahme habe ich den ˋSchlaf jetzt mal´-Wecker wieder auf die ursprüngliche Einstellung zurückgesetzt, mit der ich angefangen habe: Von 03:00 bis 11:00 ist Ruhezeit.
Ich habe die erste Einstellung schlicht nach den Zeiten vorgenommen, die ˋsich so ergeben haben ´, und dann versucht, ˋzurückzudrehen ´ - das lasse ich jetzt erstmal. Und halte nochmal Rücksprache mit dem Doc zu dem Thema.

***

Rauchen geht so - das frühe Aufstehen macht es schwer, das Limit einzuhalten. Dafür bin ich aber auch die ganze Zeit müde und fühle mich nicht richtig wohl. Loose-loose-Situation.
Die zweite chinesische Mini-Pfeife ist angekommen, und ist zumindest gut gearbeitet. Und witzig. Wenn die jetzt noch taugt und haltbar ist, erübrigt sich die Hardys erstmal. Spart Geld ...


03.02. have a break

Gestern war es dann soweit: Die Wahl war, ein Fass aufzumachen, oder ein Bier. Und die liebevolle Psyche plädierte eindeutig für das zweite:
Du hast eine Nacht sehr schlecht, eine weitere fast gar nicht geschlafen, sagte sie, bist früh zum Arzt und auch, wenn jetzt alles soweit Ok zu sein scheint: Auch das war Stress. Und deswegen: Auszeit. Zwei Grüner und Schlafen. Besser ist das.

War es wohl auch, recht flott eingeschlafen, durchgeschlafen, und heute früh (mein ˋfrüh ´) recht entspannt gestartet. Mit verändertem Morgenritual: Erst Tablette, dann 30 Minuten abwarten, mit etwas kaltem Tee (sagen wir mal: Suboptimal), dann Kaffee.
Da muss ich noch dran feilen, aber es quält nicht sehr.

Der neue billige Tabak (gleiche Marke, gleicher Preis, aber mit Vanille-Aroma) ist sehr Ok, der wird wohl die ˋHausmarke ´. Nächsten Monat probiere ich noch eine weitere Variante dieser Marke, mit Whiskey-Aroma, vielleicht noch eine Verbesserung. So oder so, das finanzielle Limit kann ich halten, und das ist sehr gut so.

Irgendwann demnächst geht dann der grüne Kampangentee an den Start, von dem Notlösungskauf ist nur noch ein ˋGebrauchsglas ´ voll da. Der schwarze ist zäher, das waren aber auch 250 Gramm mehr.
Etwas gefloppt ist der besser sein sollende Kaffee, der bleibt auch hinter geringen Erwartungen zurück. Und nur für das ˋnormale´ Fairtrade-Siegel ist 3/5 höherer Preis nicht so der Brüller.
Beim nächsten Päckchen merke ich mir das Öffnungsdatum (schlicht vergessen, diesmal), und wenn es sich nur um 3-5 € im Monat handelt (was möglich ist), gibt es dann Gepa-Kaffee. Kostet etwas mehr als das Doppelte vom ganz billigen, aber bei entsprechend geringem Verbrauch wäre das Ok.

Sonst so: Mittagstisch bei Nachbarin, ein wenig auf dem Balkon hergerichtet, nachher noch Dokumente fotografieren und mailen, geht alles so seinen Gang.
Vielleicht noch etwas Aufräumen, Abwasch und so, auf jeden Fall noch baden, eventuell ein wenig durch den Dauerregen spazieren ... ich genieße die Langeweile. Ein seltenes Gut.


04.02. Finale

Die Sache ist so: Ich habe ja das eine oder andere Mal angedeutet, dass es außer der Sache mit Alkohol und Zigaretten noch andere Themen gibt, die mir meiner liebevollen Psyche zu diskutieren sein werden.
Dann mal, wenn alles andere soweit geregelt ist.
Quasi … jetzt dann bald.

Zwei Monate und ein paar Tage hat es gebraucht, Dinge in Ordnung zu bringen, und das ist wohl recht gut. Ok, sonst war auch wenig im Terminkalender ... Coronabedingt, größtenteils.

Trinken ist stabil, entspricht so meinen (und der fürsorglichen Psyche) Vorstellungen, Ernährung ist so gut wie möglich, und wird mit dem Eintreffen der neuen Zähne sicher noch besser, Rauchen ist Ok und läuft in die richtige Richtung, und der Gesundheits-Check ist auch durch. Und zufriedenstellend. Also.

Tja, und da hat die kluge Psyche gemeint, dass es da jetzt doch etwas intimer wird. Und, bisher waren das ja Sachen, die ziemlich viele Leute kennen, und daher vielleicht auch interessieren. Aber jetzt ...

Kurz und gut:
Die tägliche ˋLiveübertragung´* ist nicht mehr die richtige Methode für das, was jetzt anliegt. Und deswegen lassen wir das auch bleiben. Jedenfalls für die weiteren Themen.
Außerdem, sagt der analytische Verstand, müssten wir zu viel erklären, damit das verständlich wäre - zusätzlicher Aufwand, und eben doch keine ˋLive-Übertragung´, sondern eine Geschichte. Mit Plot und so.
Oder eben unverständlich.

Ab und zu wird der CP&I-Blog wohl noch Nachträge bekommen, wenn es was zu vermelden gibt, klar. Und irgendwelches anderes Zeug wird hier auch weiterhin erscheinen, weil das Spass macht.
Das andere wird zwar ebenfalls notiert, aber eben nicht veröffentlicht. Jedenfalls vorerst nicht. Man soll ja nie ˋnie ´ sagen.

CP&I bleibt im Archiv, und wird irgendwann fertig überarbeitet und so.

Also, dann ...


* bis auf ein paar Ausnahmen war es das. Es gibt etwa 5 Normseiten Outtakes und Notizen, über Momente, die ... nicht dran waren.